"Ave Maria" im Dom zu Trier

Der Kirchenchor Sankt Wenzeslaus gab sein Bestes, als er im Hohen Dom von Trier einem anspruchsvollen Publikum gegenübertrat. Bild: gl
Lokales
Schönsee
27.09.2014
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Mit der "Messe Nr. 7" von Charles Gounod im Gepäck ist der Schönseer Kirchenchor nach Trier gereist. Ein Auftritt im Dom sollte zum Glanzpunkt in der Geschichte des Chores werden.

Der Grundstein für diesen Auftrag an den Kirchenchor Sankt Wenzeslaus wurde beim 17. Chor- und Orgelkonzert des Fördervereins für Kirchenmusik im April 2013 gelegt. Damals hatten der Trierer Domorganist Josef Still und der Direktor der Landkreismusikschule Cham, Paul Windschüttl (Trompete), zu den Interpreten gehört. Nun gab es ein Wiedersehen mit ihnen, als der Chor gemeinsam mit den Instrumentalisten im Hohen Dom von Trier das Hochamt gestaltete.

Nach einer langen Vorbereitungsphase war am Sonntag der Moment für diesen besonderen Auftritt in der Geschichte des Chores gekommen. Mit einem voll besetzten Bus, darunter 36 aktive Chorsänger und Paul Windschüttl, erfolgte die Anreise am Samstag mit Start um 4 Uhr beim Rathaus in Schönsee. Bald war die Stadt Heidelberg am Neckar erreicht, wo die Reisegruppe von zwei Fremdenführern erwartet wurde. Bei einer zweistündigen Tour durch die Stadt konnten sich die Teilnehmer mit der Geschichte und vielen Sehenswürdigkeiten vertraut machen. In der prächtig renovierten Jesuitenkirche durfte der Chor mit der Motette "Cantate Domino" von Guido von Pogatschnigg einen ersten Glanzpunkt setzen.

Weiter ging die Fahrt ins benachbarte Speyer, wo die Besichtigung des Kaiserdoms, der größten erhaltenen romanischen Kirche in Europa, auf dem Programm stand. Auch dort durfte der Chor vor vielen Zuhörern zwei Lieder singen.

Start mit Stadtrundgang

In Trier angekommen, wurde die Reisegruppe bereits von zwei Reiseführern erwartet, die bei einem Stadtrundgang Wissenswertes über die 2000 Jahre alte Geschichte erläuterten. Im kleinen Ort Irrel an der luxemburgischen Grenze bezogen die Oberpfälzer Quartier.

Am folgenden Tag wurde der Chor pünktlich um 9 Uhr von Domkantor Thomas Kiefer empfangen und eingewiesen. Das anschließende Hochamt wurde von Generalvikar Dr. Bätzing in Konzelebration geleitet. An der großen Schwalbennest-Orgel spielte Domorganist Josef Still, Paul Windschüttl begleitete ihn auf der Trompete. Der Kirchenchor unter der Leitung von Hubert Reimer sang die komplette "Missa breve Nr. 7 in C" von Charles Gounod und wurde von Diplommusiker Martin Ebenhöch an der Chororgel begleitet. Die Chorsätze "Was Gott tut das ist wohlgetan" von Johann Sebastian Bach, "Cantate Domino, Psalm 98" von Guido von Pogatschnigg sowie das "Ave Maria" aus Marienmyrthen, opus 138,1 von Josef Gruber rundeten das musikalische Programm ab. Als Kantor fungierte Stepan Schlögl aus Stadlern, ein ehemaliger Regensburger Domspatz.

Nachdem die große Anspannung nach dem Gottesdienst abgefallen war, ging es an der Mosel entlang zur letzten Station, dem herrlichen Weinort Bernkastel, wo sich viele Chormitglieder einen guten Schoppen Moselwein schmecken ließen. Nach zwei anstrengenden aber wunderbaren Tagen mit unvergesslichen Eindrücken erreichte die Reisegesellschaft schließlich die Heimat. Chorsprecherin Lisbeth Balk dankte allen Mitwirkenden, insbesondere aber Chor- und Reiseleiter Hubert Reimer für die Organisation des Ausflugs.

Domchor Meißen kommt

Das nächste Konzert in Schönsee steht bereits vor der Tür. Am Sonntag, 4. Oktober, bietet der Domchor Meißen unter Leitung von Domkantor Jörg Bräuning um 19 Uhr in der Schönseer Pfarrkirche "Geistliche Chor- und Orgelmusik zum Erntedankfest".
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