Balsam mit Tanz und Tracht

Die Waidhauser Stubenmusik mit ihren Sängern (im Hintergrund) hatte zünftiges Liedgut anzubieten. Bilder: gl (3)
Lokales
Schönsee
10.04.2015
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Sie kennen sich aus mit dem "Einhänger", dem "Großen Atlantik" und der "Rose aus Böhmen". Doch auch die Gäste der Volksmusikanten und -tanzgruppen wissen seit der Ostersitzweil, was damit gemeint ist.

Die Ostersitzweil der Schönseer Volkstanzgruppe bestätigt, dass bodenständige Musik, verbunden mit Liedern, Tanz, Mundart und Brauchtum, hochaktuell ist. Sie verbindet Regionen über Landkreisgrenzen hinweg - und im Fall der Schönseer Volkstanzgruppe tut sie das seit fast 60 Jahren: 2016 ist Jubiläum.

Vorsitzende Monika Bayer gab das Motto vor. "Musik ist Balsam für die Seele", lautete der Tenor für Mitwirkende und Zuhörer im Saal des Hotels "Hubertus". Die Interpreten kamen aus Eslarn, Waidhaus, Moosbach und Schwarzenfeld. Die Veranstalter steuerten eine Tanzgruppe, Sängerinnen und einen Mundartdichter bei.

"Mehr als Worte"

Zum Auftakt spielten die Werkstattmusikanten aus Eslarn (mit Leiter Marco Brocher), deren Name auf den Probenraum, eine ehemalige Fassmacherei, zurückzuführen ist. Der Slogan der Ansagerin "Ob piano oder forte, Töne sagen mehr als Worte" wurde auch hier bestätigt. Schnell hatte sich die 1983 gegründete Waidhauser Stubenmusik unter Bernhard Kreuzer vor der seit 1990 existierenden Gesangsgruppe postiert.

Maria Zitzmann, Sonja Kick, Regina Messer und Kerstin Wilka-Dierl waren dabei, ebenso Hans Mäckl, Bernhard Kreuzer, Ernst Meindl, Josef Dierl, Alfred Kirzinger und Ludwig Greß. Zusammen mit weiteren Sängern und Instrumentalisten beschworen beschworen sie die "Die Rose aus Böhmen".

Zum ersten Mal bei der Sitzweil dabei war die vor drei Jahren gegründete "Mühlschleifmuse" aus Moosbach. Sie hat ihren Namen von einer Mühle, der "Mühlschleif" abgleitet. Franz Sturm spielt in dieser Formation das Tenorhorn, Michael Beugler das Akkordeon und Berthold Hierold die Bassgeige. Dr. Harald Piehler ergänzt die Gruppe.

Andreas Ebnet, Mundartdichter aus Schwand bei Schönsee, teilte mit den Zuhörern seine Erinnerungen an das "Häuserl am Waldrand" und den "Kramerladen". Dann waren die Tanzpaare der seit 65 Jahren existierenden "Miesbergler" aus Schwarzenfeld an der Reihe. Unter Leitung von Lisa Wilhelm zeigten sie ihr Können und führten ihre Tracht vor.

Zwischendurch spielten wieder die Werkstattmusikanten auf, dann ließen sich die Tanzpaare der Volkstanzgruppe auf die Tanzfläche locken, um den "Einhänger" und den "Großen Atlantik" darzubieten.

Schließlich waren es die "Schönseer Moila" mit der Vorsitzenden Monika Bayer, begleitet von ihren Schwägerinnen Maria und Margret, die diesmal nicht als Stubenmusik, sondern als Gesangstrio auftraten. Nicht fehlen durfte die Klöppelspitzenkunst: Therese Bayer hatte ihren Klöppelsack dabei und ließ sich beim Klöppeln eines Ostereies über die Schulter blicken. Vor der Pause waren dann alle Anwesenden als Sänger beim Lied vom "Kleinen Floh" gefordert.

Vom Strohwitwer

Anschließend absolvierte jede Formation nochmals einen Auftritt. Zwischendrin gab es einen Sketch mit dem Titel "Der Strohwitwer", gekonnt vorgeführt von Maria Hammerer und Ludwig Zwick. Das gemeinsam gesungene Volkslied "Wahre Freundschaft" war schließlich der offizielle Abschluss des Programms. Doch die Werkstattmusikanten fügten noch etliche Zugaben an. Das wussten einige Besucher für ein Tänzchen zu nutzen.
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