Breite Spur für kleine Körner

Dieser Mähdrescher hat eine Schnittbreite von 5,50 Metern. Damit können am Tag 15 bis 20 Hektar abgeerntet werden.
Lokales
Schönsee
10.08.2015
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Der August ist Haupterntezeit für die Landwirte. Das Wetter dafür wäre optimal, das Getreide könnte ohne einen Regentropfen in der Scheune landen. Doch jetzt werden auch die Schattenseiten des Sommers sichtbar.

Strahlender Sonnenschein über viele Tage hinweg, das treibt so manchem Landwirt die Sorgenfalten ins Gesicht. Eigentlich brauchen die Früchte der Natur dringend Regen. Dabei sind im Schönseer Land die Getreidebauern in diesem Jahr noch einmal mit einem "blauen Auge" davon gekommen: Die Körner sind - zumindest bei den zufällig befragten Landwirten eben ein wenig kleiner ausgefallen.

Einen Vorteil hat die Sonne im Dauer-Abo immerhin. Das Getreide muss nicht getrocknet werden. Heuer kann es direkt vom Feld weg eingelagert werden. Das spart den Landwirten Kosten für eine teure Trocknungsprozedur.

Überall sind derzeit riesige Mähdrescher zu sehen. So mancher Senior denkt an die "gute alte Zeit", als er noch eigenhändig mit der Sense das Getreide gemäht, die "Kornmandln" aufgestellt, auf den Wagen geladen, daheim in der Scheune eingelagert und schließlich gedroschen hat. Eine ausgesprochen arbeitsreiche Zeit. Effektiver sind da heute die Erntemaschinen.

So ein Mähdrescher hat eine Schnittbreite von 5,50 Meter (oder mehr) und kann am Tag zwischen 15 und 20 Hektar dreschen. Ein sieben Hektar großes Weizenfeld zwischen Aschahof und Pondorf beispielsweise ist in ein paar Stunden abgeerntet und schon geht es weiter auf das nächste Getreidefeld. Mähdrescher sind nicht gerade billig, da muss die Erntezeit gut genutzt werden. Oft ist nicht einmal eine Mittagspause drin.

Weizen, Hafer, Gerste, Korn und "Triticale", eine Weizen-Roggen-Mischung, warten heuer besonders ungeduldig darauf, dass ihre energiereichen Körner in den Speichern landen: In diesem Jahr sind die Mähdrescher bedingt durch das Wetter zwei Wochen früher dran als sonst. Anders ist es in diesem Jahr beim Mais, der wegen des fehlenden Regens und der permanenten Hitze regelrecht auszutrocknen droht. Fraglich, ob ein Dauerregen hier noch etwas ausrichten kann.
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