Centrum Bavaria Bohemia übernimmt weitere grenzüberschreitende Organisationsaufgaben - ...
Impulsgeber für die nächste Landesausstellung

Lokales
Schönsee
20.06.2015
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Seine Rolle als Kultur-Drehscheibe spielt das Centrum Bavaria Bohemia heuer für die europäische Kulturhauptstadt Pilsen. "Bei der Aktion Blumen für Pilsen haben wir es im April geschafft, 20 000 Besucher auf den Marktplatz zu bringen - das macht uns so schnell keiner nach", zeigte sich Geschäftsführer Hans Eibauer stolz. Beim CeBB-Sommerempfang kündigte er an, dass das Programm auch im zweiten Halbjahr noch bereichert werde.

Und die nächste große Herausforderung wartet schon. Eine ähnliche Rolle wie für "Pilsen2015" übernimmt das CeBB für die grenzüberschreitende Landesausstellung 2016/2017, die dem römisch-deutschen "Medien-Kaiser" und König Karl IV. gewidmet wird. Auch da läuft die Organisation des Begleitprogrammes in Bayern und Böhmen über die Schaltstelle im früheren Schönseer Kommunbräuhaus. Ein erstes Brainstorming zu Ideen und Strukturen ging dem Empfang am Donnerstagnachmittag voraus.

Dr. Wolfgang Jahn aus dem Haus der Bayerischen Geschichte skizzierte vor über 100 geladenen Gästen aus Kunst, Politik und Wirtschaft die Inhalte der Ausstellung anlässlich des 700. Geburtstags des Monarchen. Eröffnet wird sie am 14. Mai 2016 in der Nationalgalerie in Prag, ehe sie im September ins Germanische Nationalmuseum nach Nürnberg transferiert wird. Sie beschreibt Krisenzeiten des 14. Jahrhunderts und stellt zugleich den Aufstieg von Prag und Nürnberg zu europäischen Zentren dar. Ziel ist es, das geschichtlich begründete Zusammenwirken der beiden Nachbarländer zu dokumentieren und eine gemeinsame Identifikation damit zu erreichen.

Den CeBB-Sommerempfang, der aufgrund der regnerischen Witterung im Gewölbe des Centrums Bavaria Bohemia stattfand, hatte Landrat Thomas Ebeling auch in seiner Eigenschaft als Kuratoriumsvorsitzender eröffnet. Für die musikalische Begleitung sorgte die "Schwejk-Band" aus Pilsen, die in einer ungewöhnlichen Instrumentenkombination spielt: Akkordeon, Teufelsgeige und Fagott.

Der Empfang bot auch den Anlass für die Eröffnung der neuen Sommerausstellung im CeBB. Noch bis zum 27. September zeigen 30 junge Künstler aus Bayern und Böhmen ihre Werke. Als Mitglied der Jury präsentierte Vladimir Libal von der Stadt Pilsen die Auswahl aus dem "Forum Junge Kunst 2015" (Bericht folgt auf der Kultur-Seite). Die aus Lübeck stammende und in Nürnberg lebende Autorin Petra Nacke las aus ihrem Bierdeckel-Krimi, den jeder Besucher als neunteiliges Filzl-Set zur Erinnerung erhielt. Die "Pascherwirte" aus dem Schönseer Land verwöhnten die Besucher mit Schmankerln aus Bayern und Böhmen.
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