Dank für Geschenk des Friedens

Lokales
Schönsee
21.11.2014
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Der heilige Wenzeslaus von Böhmen ist Patron der Stadtpfarrkirche Schönsee! Dort feierte Diözesanbischof Rudolf Voderholzer mit Stadtpfarrer Wolfgang Dietz und vielen Gläubigen eine Dankvesper anlässlich des 25. Jahrestages zum Fall der Mauer.

"Wer hätte das erwartet? Wer hätte das gedacht, dass die Mauer, die Deutschland teilte, einmal fällt und die Grenze, der eiserne Vorhang, zwischen Ost und West geöffnet wird?" Diese Fragen stellte der Stadtpfarrer im gut gefüllten Gotteshaus in den Abendstunden. Niemand hätte sich zu träumen gewagt, was damals Wirklichkeit geworden sei: "Als gläubige Menschen vertrauen wir darauf, dass Gott seine Welt in seinen guten Händen hält und unser Leben treu begleitet".

In dieser Vesper solle Gott dafür gedankt werden. Bischof Voderholzer betrachtete diesen denkwürdigen Abend mit der feierlichen Vesper, die vom Kirchenchor umrahmt wurde, als Dank an Gott für das Geschenk des Friedens in Europa. Beim Deutschen Katholikentag seien im Motto "Mit Christus Brücken bauen" die Ereignisse vor 25 Jahren mit einbezogen worden. Der Oberhirte der Diözese Regensburg blätterte gedanklich im Geschichtsbuch, als er an den Winter 1945/46 erinnerte. Seine Mutter kam in dieser Zeit nahe Eslarn über die tschechische Grenze, um der drohenden Deportation vorzukommen. Er erinnerte an die Geschehnisse in der Deutschen Botschaft in Prag und an die Helden der "samtenen Revolution". Bei dieser Feier sei der besondere Dank an Gott, den Herrn der Geschichte, gerichtet. Auch Papst Johannes Paul II. verdanke Europa einen Teil seiner Veränderungen mit. In seiner Heimat Polen sei der damalige Papst zum Symbol des Widerstands gegen die kommunistische Macht geworden.

Auch an Papst Benedikt XVI. erinnerte Bischof Voderholzer. Dieser sah in Europa mehr als einen Wirtschafts- und Währungsraum, sondern eine geistige und spirituelle Größe. "Traditionen in Europa beinhalten alle Kräfte zur Gestaltung der Zukunft", so der Bischof. Auf das geistige Fundament der verschiedenen Kulturen könne man aufbauen. Ein besonderer Wunsch des Bischofs sei der Erhalt der christlichen Kulturschätze. Wallfahrten und Pilgerwege seien die Pulsadern eines christlichen Europas. Dabei erinnerte er auch an die Geschichte der heiligen Agnes von Böhmen und an Johannes von Nepomuk. Zusammen mit den Heiligen könne man am Haus Europa bauen.
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