Der frühere Schönseer Stadtpfarrer Anton Witt schildert Erfahrungen im Heiligen Land
Mit der Tendenz zum Radikalen

Lokales
Schönsee
13.04.2015
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Schon während seiner Zeit als Schönseer Stadtpfarrer von 1986 bis 2006 schwärmte Bischöflicher Geistlicher Rat (BGR) Anton Witt vom Heiligen Land. Da hatte er in Israel bereits zwei Auslandssemester absolviert. Im Jahr 1994, vom 4. bis 17. April organisierte er mit 34 Teilnehmern eine Israelreise. Diese Tour war nun Gegenstand eines Erinnerungsabends im Caritashaus, zu dem der Geistliche nach Schönsee gekommen war.

Der in Gründlbach bei Tirschenreuth geborene Anton Witt kehrte im Jahre 2006 ins Stiftland zurück und ist seither Stadtpfarrer in Mitterteich. Beim Wiedersehen in Schönsee ging es auch um die vielen Veränderungen, die sich seit der gemeinsamen Reise ergeben haben. Die Bedingungen in Israel seien politisch schwieriger und grundsätzlich radikaler geworden. Lediglich das Speisenangebot sei besser und feudaler, wie auch die Literatur darüber. Durch die enorme Zuwanderung orthodoxer Christen aus Russland habe sich vieles verändert. So seien die Hinweisschilder in vier Sprachen und neuerdings auch russisch beschriftet. Als Anschauungsmaterial packte Pfarrer Witt etliche typische Kopfbedeckungen, ein Horn als Musikinstrument, ein orthodoxes Weihrauchfass und eine echte Dornenkrone aus, die er in einem Korb mitgebracht hatte.

Die Bilderreise, gemischt mit Aufnahmen vom gemeinsamen und einem späteren Aufenthalt, führte von den Golanhöhen vorbei am Berg Hermon zur der Kreuzfahrerburg Nimrod und zur Jordanquelle. Ein Blick in die Wüste folgte. Der Pfarrer schilderte die hermetische Überwachung und erzählte von Bademöglichkeiten. Rund um die Geburtskirche in Bethlehem herrsche eine aufgeheizte politische Stimmung. Das gelte auch für die teilweise neuen Siedlungen an der mächtigen Mauer, die Israel von Palästina trennt. Dazu steuerte der Referent Bilder von den heiligen Stätten in Jerusalem, von der Altstadt mit den Basars und der Klagemauer sowie den vielen, teilweise neu erbauten Kirchen der verschiedenen Religionen bei

Zum Abschluss war noch Gelegenheit gegeben, Erinnerungen auszutauschen und dem Vortragenden zu danken. Pfarrer Witt hat bereits eine weitere Reise nach Israel geplant.
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