Dorfkirche ans Herz gewachsen

Die in ihren Ämtern bestätigte Führungsmannschaft mit dem zweiten Vorsitzenden Richard Bauer, Vorsitzendem Willibald Kulzer, Beisitzer Karl Schwarz (vorne von rechts); dahinter Kassenverwalterin Anni Hammerer und Schriftführerin Maria Kleber sowie Stadtpfarrer Wolfgang Dietz (links). Bild: gl
Lokales
Schönsee
04.12.2014
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Bei dem am Juni 2010 gegründeten "Förderverein Dorfkirche Dietersdorf" handelt es sich keinesfalls um einen schlafenden und sterbenden Verein. Das wurde auf der recht lebhaften Jahreshauptversammlung mit Bestätigung der Führungsmannschaft deutlich.

Weil das religiöse Kleinod im Jahre 1890 von der Dorfgemeinschaft errichtet wurde, befindet es sich nach der Eingemeindung von Dietersdorf nach Schönsee im Besitz der Stadtgemeinde. Es wird aber von der örtlichen Bevölkerung bestens betreut.

Beträchtliche Spenden

Gründungsvorsitzender Willibald Kulzer hieß im Gasthof "Waldblick" neben Stadtpfarrer Wolfgang Dietz den zweiten Bürgermeister Josef Irlbacher und Stadtrat Reinhard Kreuzer willkommen. In ihrem durchaus positiven Finanzbericht erwähnte Kassenverwalterin Anni Hammerer neben den Beiträgen auch beträchtliche Spenden.

In seinem kurzen Bericht dankte Vorsitzender Willibald Kulzer besonders für den dörflichen Zusammenhalt wenn es um die Kirche geht. Besonders aber den Frauen für den ständigen Blumenschmuck und Kuchenspenden bei Veranstaltungen. Er bedauerte, dass wegen zeitlichen Überschneidungen die Orgel schweigen muss. Nach den unter Leitung von Ludwig Höcherl problemlos abgewickelten Neuwahlen (siehe Infokasten) ging Pfarrer Wolfgang Dietz in besinnlichen Worten auf die Bedeutung der Kirchen ein, die nicht nur am Kirchweihfest im Mittelpunkt stehen. Sie stellen nicht nur ein Gebäude dar, sondern seien Symbole der Gemeinschaft und somit Tempel aus lebendigen Steinen. Besondere Anliegen der Menschen, das Heil der Welt und Hoffnungen, bekämen darin durch Worte Bedeutung. Nicht nur für den Förderverein, der sich um die Erhaltung kümmert, seien sie ein besonderes Sinnbild.

Figur wird renoviert

In der anschließenden Aussprache erwähnte Willibald Kulzer positive Eindrücke von Gästen über die ansonsten geschlossene Kirche; Schlüssel könnten bei ihm abgeholt werden. Es sei auch geplant, die Figur "Der Auferstandene" bis zum kommenden Himmelfahrtstag renovieren zu lassen und dann an geeigneten Ort aufzustellen.

Kulzer erwähnte auch die Möglichkeit, im Jahre 2015 das 125-jährige Bestehen zu feiern und auch sonst weiter aktiv zu sein. Denn ein schlafender Verein sei auch ein sterbender Verein. Diskutiert wurde auch der unterschiedlich erwünschte Gottesdienstbeginn, aber auch die anstehende Veränderungen im Umfeld der Kirche und dessen Neugestaltung zu einem Dorfplatz. Eine besondere Forderung sei dabei ein behindertengerechter Zugang und entsprechender Bodenbelag sowie die Einbindung in den noch laufenden Entscheidungsprozess.
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