Ein Herz für die Ukraine

Zahlreiche freiwillige Helfer waren am Donnerstag zum Beladen des Hilfstransports für die Ukraine gekommen. Die waren auch nötig: Rund zehn Tonnen an Gütern kamen zusammen. Bild: adi
Lokales
Schönsee
21.09.2015
10
0

Rollstühle, Spielzeug, Kleidung, Bettwäsche, Fahrräder: Die Liste der gesammelten Güter für den Hilfstransport in die Ukraine ist lang. Das ist auch nötig, denn der Bedarf ist groß. Am Freitag startete der Lkw in Richtung Krisengebiet und es gab vorher einiges aufzuladen.

Elf ehrenamtliche Helfer des Vereins "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern" machten sich am Freitag auf den langen Weg ins rund 1000 Kilometer entfernte Rivne, im Nordwesten der Ukraine. Die Ankunft ist für heute Morgen geplant. Ziele dort sind ein Kinderheim, eine Entbindungsstation, ein Zentralkrankenhaus und eine Sozialstation.

Kartons voller Hilfsgüter

Und dafür wurde in den vergangenen Monaten fleißig gesammelt und gespendet. In der Lagerhalle, die die Firma Blickpunkt Glas Irlbacher aus Schönsee großzügig zur Verfügung gestellt hatte, stapelten sich die Kartons. Von Bettwäsche über Kleidung, bis hin zu Fahrrädern und Rollatoren: Bis zu 10 Tonnen mussten in den Lkw der Speditionsfirma Bavaria Transport und Logistik GmbH eingeladen werden. "Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung war überwältigend", teilte Vereinsvorsitzender Anton Grauvogel - derzeit im Krankenstand - dem NT telefonisch mit.

Vor allem medizinische Güter, wie Verbandsmaterial und Messgeräte würden in der Ukraine dringend gebraucht. "Dort herrscht immer noch Krieg. Die Not ist sehr groß", erklärt Grauvogel. Deswegen würden die Güter schon sehnlichst erwartet.

Bereits seit 1999 organisiert der Verein regelmäßig Transporte von Hilfsgütern in die Ukraine. Mittlerweile zählt er 49 Mitglieder. Sein Ursprung liegt in Oberviechtach, der Verein "Humanitäre Hilfe f.d. Ukraine e.V.", unter Vorsitzendem Wilfried Neuber, diente als Vorbild. Auch der Zielort ist nicht zufällig gewählt: "Zu Rivne haben wir nämlich eine besondere Beziehung", erklärt Grauvogl. In einem Soldatenfriedhof in Rivne/Broniky liegen Soldaten aus Oberviechtach begraben.

Der Verein ist aber auf Hilfsbereitschaft von außen angewiesen. Um die Transporte finanzieren zu können, wurden auch heuer wieder am Großen Frauentag in Stadlern an einem Stand Essen und Getränke verkauft. "Dies deckt aber natürlich die Kosten für Transport, Zoll etc. bei weitem nicht ab", schildert Anton Grauvogel.

Helfer unterstützen

Wer den Ehrenamtlichen helfen möchte, für den besteht die Möglichkeit, Geldbeträge zu spenden: "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern", Sparkasse, IBAN: DE 98750510400290428036.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sparkasse (9729)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.