Förderstelle zeigt kalte Schulter

Der überwiegend leerstehende und anderweitig genutzte Neubauteil der Volksschule wartet weiterhin auf eine Nutzung, nachdem der Plan zu einem Energiekompetenz- und Startup-Zentrum nicht in das EFRE-Förderprogramm aufgenommen wurde. Bild: gl
Lokales
Schönsee
18.09.2015
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Die Träume vom Energiekompetenz- und Startup-Zentrum im Schulhaus und von einer Reaktivierung des Skizentrums Reichenstein sind vorerst ausgeträumt. Im EFRE-Förderprogramm kamen die Projekte aus Schönsee nicht zum Zug.

Aus Sicht der Stadt sei das "nicht befriedigend", wie Bürgermeisterin Birgit Höcherl feststellte. In der öffentlichen Stadtratssitzung informierte sie über die Vergabe von Projekten im EFRE-Förderprogramm im Bereich der LAG Brückenland Bayern-Böhmen. Es sei zwar für die Region erfreulich, dass Projekte in Winklarn und Guteneck eine Förderzusage erhielten, doch schließlich hätten auch die Schönseer Vorhaben zu einem Energiekompetenz- und Startup-Zentrum im Neubau-Trakt der Volksschule sowie die Reaktivierung des Skizentrums Reichenstein das Kriterium einer "regionalen Bedeutung mit Ausstrahlung" erfüllt.

Weg über politische Ebene

Die Bürgermeisterin erwähnte, dass deshalb weitere örtliche Maßnahmen, wie beispielsweise die Gestaltung des Moorbades, nicht mehr verfolgt würden. Sie kündigte aber einen Weg über die politische Ebene an, um weitere Projekte verwirklichen zu können. Stadtrat Josef Eibauer vermisste eine demokratische Beteiligung der Objektträger bei den Festlegungen und kritisierte auch die enge Terminvorgabe im Vorfeld der Antragsstellung. Dazu merkte die Bürgermeisterin an, dass eine Nutzung des Schulgebäudes schon lange angedacht war und eine erweiterte Beteiligung sich als zeitraubend erweisen könnte.

Zur Gestaltung der Freiflächen auf den drei Begrüßungsschildern an den Ortseingängen schlug die Bürgermeisterin vor, darin als Dauerprojekt das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) anzubringen und jeweils zeitnah durch besondere Ereignisse wie Bürger- und Seefest, Radlersonntag, Klöppeltage, Langlaufzentrum oder Advent im Wald zu überdecken. Auch Vereinen könnten auf eigene Kosten Möglichkeiten zur Werbung geboten werden. Stadtrat Josef Fleißer erinnerte, dass früher auch in Gaisthal ein Begrüßungsschild vorgesehen war. Auch in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung war die Beschilderung nochmals Thema.

Während die Niederschrift der öffentlichen Sitzung vom 21. Juli einstimmig abgesegnet wurde, hinterfragte Stadtrat Thomas Schiller das in Veröffentlichungen erwähnte zusätzliche artenschutzrechtliche Gutachten zum Beschluss des Stadtrates, die Kastanienbäume an der Bahnhofstraße zu entfernen. Ein solches Gutachten sei auch von seiner Fraktion (Freie Wähler) gefordert worden. Dazu erfuhr er, dass lediglich eine Begutachtung und Markierung durch Sachverständige des Landratsamtes in Anwesenheit von Stadträten erfolgte und ein artenschutzrechtliches Gutachten noch nicht beschlossen sei. Von Stadtrat Reinhard Kreuzer wurde angeregt, die Entsorgung beim Grüngutcontainer im neu eröffneten Recyclinghof mit einer erhöhten Plattform oder durch eine andere Containerform zu erleichtern. Auch wollte er wissen, ob die Lagerung von zum Häckseln bestimmten Material möglich ist.

Erfahrungswerte sammeln

Die Diskussion ergab, dass derzeit nur Rasenschnitt angenommen werde und es keine Beschränkung auf einen Kubikmeter gebe. Vor der Kalkulation der endgültigen Gebühren und der Festlegung von Annahmebedingungen möchte die Verwaltung erst Erfahrungswerte bei der Nutzung der Entsorgungsstelle sammeln.
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