Frau stirbt bei Wohnhausbrand

Aus noch ungeklärter Ursache stand am Dienstagmorgen der Dachstuhl eines Wohnhauses in der Pfarrgasse in Schönsee in hellen Flammen. Für eine 86-jährige Bewohnerin im Obergeschoss gab es keine Rettung mehr. Sie wurde tot im Schlafzimmer aufgefunden. Bild: frd
Lokales
Schönsee
25.11.2014
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Bei einem Wohnhausbrand in der Pfarrgasse in Schönsee ist am Dienstagmorgen eine 86-jährige Frau ums Leben gekommen. Ihre ebenfalls im Haus wohnende 60 Jahre alte Tochter konnte sich in letzter Minute vor den Flammen retten. Die Brandursache ist noch unklar.

Am Dienstagmorgen gegen 4 Uhr heulten die Sirenen und riefen die Einsatzkräfte zu einem Wohnhausbrand in die Pfarrgasse. Ein Nachbar, der zur Arbeit wollte, hatte das Feuer bemerkt und Alarm ausgelöst. Unmittelbar danach trafen die Feuerwehren aus Schönsee, Weiding, Stadlern, Dietersdorf und ein wenig später auch die Wehren aus Tiefenbach und Eslarn am Brandort unterhalb der Brauerei Haberl in Sichtweite zur Pfarrkirche ein.

Rettungsversuch scheitert

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl bereits in hellen Flammen. Eine 60-jährige Bewohnerin konnte sich selbst aus dem brennenden Haus retten. Sie war durch Geräusche wach geworden und hatte noch versucht, ins Obergeschoss zu gelangen, wo ihre 86 Jahre alte Mutter wohnte. Aufgrund der Hitze und des Rauches musste sie den Versuch aufgeben und ins Freie flüchten.

Auch die Feuerwehr konnte wegen der massiven Flammen trotz Atemschutz zunächst nicht in das Obergeschoss des Hauses vordringen. Unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Manfred Pohl und Kreisbrandmeister Richard Fleck bekämpften die rund 100 Feuerwehrleute das Feuer von Außen.

Schaden bei 150 000 Euro

Gleichzeitig konzentrierten sie sich darauf, ein Ausbreiten der Flammen auf die andere Haushälfte zu verhindern. Erst als das Feuer unter Kontrolle war, konnten Atemschutzträger in die Wohnung der 86-jährigen Frau gelangen. Hier wurden die Vermutungen zur traurigen Gewissheit: Die betagte Frau wurde tot in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Die 60-jährige Tochter erlitt einen Schock und wurde vom Rettungsdienst medizinisch versorgt.

Die Ermittlungen zur Brandursache haben Beamte der Kriminalpolizei Amberg übernommen. Da der Dachstuhl nach dem Eintreffen der Feuerwehren bereits in hellen Flammen stand, geht man davon aus, dass es im Haus schon längere Zeit gebrannt hat, bevor das Feuer durch einen aufmerksamen Nachbarn entdeckt wurde. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der Sachschaden am Gebäude auf rund 150 000 Euro. Die Ermittlungen der Brandfahnder dauern noch an.
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