Frauen schmücken farbenfroh zum Erntedank - Musikkreis-Jugend musiziert
Erntedank für das Menschsein

Die ganz junge Gaisthaler Generation gestaltete den Gottesdienst musikalisch im Angesicht des reich geschmückten Erntealtares und der Erntekrone. Bild: muk
Lokales
Schönsee
09.10.2014
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Mit dem Appell, als Mensch zu danken, verantwortungsbewusst mit seiner Umwelt und mit sich umzugehen, eröffnete Pfarrer Wolfgang Dietz die Feierlichkeiten zum Erntefest in der Seelsorgeeinheit von Schönsee, Stadlern und Gaisthal.

Erntedankfeste gibt es schon seit der vorchristlichen Zeit. Seit vielen Jahrhunderten wird mit Riten und Bräuchen ohne einheitlichen Termin in den Regionen der Welt zu unterschiedlichen Zeiten der Dank besonders gefeiert, da die Ernte aufgrund der verschiedenen Klimazonen zu unterschiedlichen Zeiten eingebracht wird.

Im Jahr 1972 legte die Bischofskonferenz den ersten Sonntag im Oktober als Erntedanktermin fest. Auch innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland wird an diesem Tag der Erntedank gefeiert . Es handelt sich hier nicht um einen offiziellen Feiertag im Kirchenjahr, wohl aber um ein Fest, an dem in den Gemeinden als "Dank für die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit" der Brauch zelebriert werden soll.

In der Expositur Gaisthal feierte Pfarrer Wolfgang Dietz das Erntedankfest in einem rhythmisch gestalteten Vorabendgottesdienst. Wie alle Jahre waren wieder fleißige Hände am Werk gewesen, welche Fülle, Vielfalt und Farben von Erntefrüchten und Blumen auf die Altäre zauberten. "Wenn der Mensch denkt, dann dankt er" - so der Einstieg in die Predigt zum Festtag. Nicht aus Sentimentalität oder aus nostalgischer Erinnerung an frühere Zeiten sei heute Erntedank zu feiern. Verantwortung für das, was Erde und Mensch produzieren, sowie Verantwortung für Umwelt seien heute die Eckpfeiler des Erntedankes. Weder Gewinnsucht noch Gewinnmaximierung könne der Mensch letztendlich aushalten. Der Mensch müsse bei aller Betriebsamkeit Mensch bleiben. Der Dank an die Ernte, der Dank für die Gaben sei auch für uns Menschen da: Zum Innehalten, zum Besinnen und zum Danken ohne nostalgisches Schwelgen in Erinnerung an frühere Zeiten.

Die musikalischen Dankeshymnen sang die Gemeinde zusammen mit dem Musikkreis "Gaisthal & Freunde". Am Ende des Gottesdienstes verkauften die Ministranten Minibrote für einen guten Zweck.
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