Freie Wählergemeinschaft Schönsee und Umgebung fordert Gutachten für Allee
Für anderen Verteilermodus

Lokales
Schönsee
14.03.2015
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"Abwasser wird deutlich teuerer" lautete in der Donnerstagsausgabe der Titel eines Berichts über die jüngste Sitzung des Stadtrates. Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Schönsee und Umgebung (FWG), vertreten durch den Sprecher Stadtrat Thomas Schiller, legt Wert auf folgende Feststellungen zu den Punkten "Abwassergebühren" und "Kastanienallee":

Abwassergebühren: "Stadtrat Andreas Hopfner hat nachvollziehbar erläutert, dass in die Berechnung der Gebühr jährlich fünf Prozent Zinsen für die Hälfte der Baukosten der Kläranlage (2 171 188,68 Euro) einfließen - und dies mindestens 30 Jahre lang. Diese Belastung (ca. 40 Cent je Kubikmeter Abwasser) hätten sich die Bürger sparen können, wenn die Kosten der Kläranlage zu 100 Prozent über Verbesserungsbeiträge finanziert worden wären.

Andreas Hopfner hat klar aufgezeigt, wie der Verteilermodus von 50:50 die Gesamtheit der Bürger auf 30 Jahre gesehen deutlich mehr belastet als es eine sofortige Umlage der Kosten getan hätte.

Kastanienallee: "Ein artenschutzrechtliches Gutachten muss vor der Fällung erstellt werden. Das verlangt die untere Naturschutzbehörde. Wir (FWG) forderten, darüber hinaus für maximal 3 000 Euro ein Standfestigkeitsgutachten einzuholen, um einen Fachmann fundiert klären zu lassen, welche Kastanien der Allee wirklich so beschädigt sind, dass sie entfernt werden müssen. Unsere Ansicht ist, dass nur die Kastanien gefällt werden sollen, die nach einer Pflege durch Zuschnitt ein echtes Gefährdungspotential darstellen. Die Kastanienallee ist für uns ein ortsprägendes Element, sie stellt ein Stück Lebensqualität für die Bürger von Schönsee dar.

Eine Abstimmung über die Einholung eines Standfestigkeitsgutachtens hat die Bürgermeisterin jedoch verweigert. Sie behauptete zwar, keinen Baum leichtfertig fällen zu wollen. Nun werden aber - falls nach dem obligatorischen Artenschutzgutachten eine Ausnahmegenehmigung erteilt wird - alle Kastanien der Allee gefällt, ohne dass vorher von einem ausgewiesenen Fachmann fundiert geprüft wurde, welche Bäume überhaupt kaputt sind.

Stattdessen wird auf das Urteil einiger Stadträte der CSU, der Wählergemeinschaft Schönsee Ost, der Bürgermeisterin Birgit Höcherl und des 3. Bürgermeisters Josef Höcherl vertraut, welche bei einer Begehung am 11. Februar - also außerhalb der Vegetationszeit - offensichtlich unzweifelhaft festgestellt haben, dass alle Kastanienbäume der Allee so kaputt sind, dass sie nicht durch Pflegemaßnahmen erhalten werden können".

FWG-Sprecher Schiller weiter: "Nur einige Bäume der Allee sind unserer Ansicht nach so kaputt, dass sie nicht durch Pflegemaßnahmen gefährdungsfrei erhalten werden können, nicht aber die ganze Allee. Darüber hinaus sind Pflegemaßnahmen auch wirtschaftlicher als Fällungen und Neupflanzungen".
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