Freude über Silbermedaille

Die alte Linde vor der Expositurkirche St. Laurentius wertet das Ortsbild von Gaisthal mächtig auf. Neben der Eingrünung in die Landschaft punktete das Dorf mit seinen schönen Anwesen und einem tollen Zusammenhalt aller Generationen und Vereine. Auch mit Silber kann sich das ganze Dorf als Sieger fühlen. Bild: Portner
Lokales
Schönsee
06.07.2015
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Gaisthal gehört zu den zwölf schönsten Dörfern in Bayern. Am Wettbewerb beteiligten sich 327 Orte, wobei es im Landesentscheid 4 Gold-, 8 Silber- und 6 Bronzemedaillen gab. Die Gaisthaler punkteten mit ihrer Begeisterung für die Heimat und zeigten, dass ihr Dorf eine gute Zukunft hat.

"Wir haben unser Bestes gegeben. Gaisthal ist Silber wert und das ist eine hervorragende Sache", sagt Audi Lurbiecki, Vorsitzender des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins, als gestern gegen 13 Uhr die Meldung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingeht. Dass es auch nach 1998 auf Landesebene "nur" für Silber reichte, sei nicht so wichtig. Denn wie der Wettbewerb zeige, gehört Gaisthal zu den drei schönsten Dörfern der Oberpfalz und zu den zwölf schönsten in ganz Bayern.

Gut aufgestellt

Beim 25. Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" heißen die vier Golddörfer: Geldersheim im Landkreis Schweinfurt (Unterfranken), Hirnsberg bei Rosenheim (Oberbayern), Meinheim im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken) und Perlesreut im Landkreis Freyung-Grafenau (Niederbayern). Aus der Oberpfalz hatten es neben Gaisthal noch zwei Dörfer im Landkreis Cham bis zum Landesentscheid geschafft. Moosdorf in der Gemeinde Waldmünchen erhielt ebenfalls Silber und für Reichenbach reichte es für Bronze auf den Medaillenrängen. Dazu wurden noch fünf Sonderpreise vergeben.

Die Bewertungskommission mit 15 Fachleuten aus Verbänden, Institutionen, Kommunen und Ministerien begutachtete die insgesamt 18 Siegerdörfer aus den Regierungsbezirken im Vorfeld intensiv. Zur Begehung am 28. Juni hatte sich auch Gaisthal gut vorbereitet und dabei eindrucksvoll bewiesen, dass der Ort zukunftsfähig aufgestellt ist. Das Dorf am Fuße des Frauensteins punktete besonders mit dem Zusammenhalt der Generationen, dem Vereinsleben und dem Auftritt bei der Begehung. Eine hohe Punktzahl gab es aber auch für die Eingrünung in die Landschaft, wie bei der Abschlussbesprechung am ehemaligen Bahnhof verraten wurde.

Dank fürs Engagement

"Wir sind stolz auf die Entwicklung des Ortes", sagt Lurbiecki, der die letzten Tage zusammen mit der Dorfgemeinschaft voller Spannung auf das Ergebnis der Begehung gewartet hat. Die erneute Silbermedaille kommentiert er mit den Worten: "Es war auch unsere Erwartung" und fügt an: "Es ist schon eine tolle Leistung, den Standart über 17 Jahre lang aufrechtzuerhalten."

"Wir sind sehr erfreut, dass wir Silber bekommen haben", sagt Bürgermeisterin Birgit Höcherl auf NT-Anfrage. Wenn man zu den besten 18 in Bayern gehöre, dann sei Silber schließlich aller Ehren wert. "Mein Dank gilt dem Engagement der Bevölkerung von Gaisthal und besonders dem Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein", lobt Höcherl den "Sieg für die Gemeinschaft".
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