Geschichte ins Licht gerückt

Bürgermeisterin Birgit Höcherl war dabei, als Bauhofleiter Josef Haberl (rechts) die Hinweistafel neben der Rathaustür anbrachte. Bild: gl
Lokales
Schönsee
15.10.2015
4
0

Die Stadt Schönsee ist reich an Geschichte. Damit dies auch den Besuchern aus dem Nachbarland nicht entgeht, sind die Schilder an den geschichtsträchtigen Orten zweisprachig. Auch das Rathaus macht da keine Ausnahme.

Die Beschilderung geht auf das Konto der LAG Brückenland Bayern-Böhmen. Für zahlreiche Standorte und Gebäude gibt es diese Tafeln inzwischen auf Deutsch und Tschechisch. Wie ein Stich aus der Zeit um 1700 belegt, befand sich das Rathaus früher inmitten der Durchgangsstraße. Es fiel den Stadtbränden im Jahre 1634 und zuletzt 1867 zum Opfer. Das Rathaus wurde 1868 und 1871 auf dem Platz eines früheren Kommunbrauhauses errichtet. Es diente früher als Veranstaltungs- und Verkaufsraum, enthielt Wohnungen für den Stadtschreiber und Stadtboten und verfügte auch über einen Arrestraum.

Die Jahreszahl 1872 im Granitbogen über der Eingangstür deutet auf die letzte Errichtung hin, während das darüber eingemauerte Relief sicher im früheren Bauwerk enthalten war. Der letzte Umbau des Rathauses erfolgte in den Jahren um 1970. Auch an weiteren ausgewählten historischen Gebäuden, wie Vierzehn-Nothelfer-Kapelle, Schallerhammer, Bebenburg, Schreyer-Guggenmoos-Haus, Klöppelschule, Lebzelter-Haus, Lokschuppen und Nepomuk-Statue wurden Schilder angebracht.

Das Grenzwirtshaus Gerstmeier in Friedrichshäng, das Hammerherren-Haus in Dietersberg und die Dietersdorfer Kirche sowie das Fabrikgebäude Rosenhof, das Hammerherren-Haus in Muggenthal, der Gaisthaler Hammer, Gaisthaler Kirche und Pfarrhof gehören ebenfalls zur Liste.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.