Grenzöffnung als Chance genutzt

Sie freuen sich gemeinsam über die hohe Auszeichnung: (von rechts) Altlandrat Volker Liedtke, Landrat Thomas Ebeling, Irene Träxler, Hans Eibauer, Lucia Eibauer, MdL Franz Schindler, Anne Gierlach und Josef Eibauer. Bild: Götz
Lokales
Schönsee
30.06.2015
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Wenn es um grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Entwicklung des Grenzraums geht, fällt zwangsläufig der Name Hans Eibauer: Er hat eine scheinbar unendliche Energie, ist Macher mit Weitsicht und Mut zu neuen Wegen. Dafür gab es nun eine herausragende Ehrung.

Bei einem Festakt im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) überreichte Landrat Thomas Ebeling am Montagabend an Hans Eibauer die vom Bundespräsidenten verliehene "Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland".

Ihre Verbundenheit zeigten unter anderem auch Altlandrat Volker Liedtke, der den Verleihungsantrag noch unterschrieben hatte, MdL Franz Schindler, Bürgermeisterin Birgit Höcherl, Bürgermeister Hynek Ríha und sein Vorgänger Karel Smutný aus Pobežovice sowie Repräsentanten von Bavaria Bohemia. "Hans Eibauer hat sich schon immer stark für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Grenzbewohner eingesetzt", blendete die ehemalige Bavaria-Bohemia-Vorsitzende Anne Gierlach in ihrer Laudatio auf die 33-jährige Amtszeit von Hans Eibauer als Bürgermeister zurück.

Impuls- und Ideengeber

Und nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" sei ihm schnell klar geworden, dass die Öffnung der Grenze nach Tschechien eine große Chance für eine neue Entwicklung des Grenzraums bedeute. Die amtierende Vorsitzende von Bavaria Bohemia, Irene Träxler, bezeichnete Eibauer als "Impuls- und Ideengeber" für die grenzüberschreitende Arbeit des CeBB von Anfang an.

Irene Träxler: "Seinem Fleiß und seiner Kreativität, seinem Interesse für Kunst und Kultur sowie seiner Offenheit auf Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen, ist es zu verdanken, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von einer Vision in die Realität umgesetzt und gelebt werden kann. Hans Eibauer ist ein bodenständiger Oberpfälzer, genauso ein Kosmopolit und lebt uns beispielhaft den Europäer vor". Bezeichnend sei auch seine Gabe, andere zu motivieren und seine Hartnäckigkeit, wenn es um die Finanzausstattung für das CeBB gehe.

Eibauer bekomme die Auszeichnung völlig zurecht, merkte MdL Franz Schindler an und erinnerte sich an gemeinsame Zeiten im Kreistag, als es um das Tourismuszentrum und das Kommunbrauhaus als CeBB-Standort ging - aber auch an die legendären Rockfestivals in Dietersberg. "Zielstrebig und hartnäckig" so bleibe ihm Eibauer in Erinnerung.

Zielstrebig und hartnäckig

"Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Abend", freute sich Hans Eibauer und rief die Zeiten in Erinnerung, als es durch den "Eisernen Vorhang" so gut wie keine Perspektiven für die Region gab. Deshalb habe man die Grenzöffnung schnell als Chance zur Zusammenarbeit begriffen. Das CeBB habe hierbei Vieles anstoßen und den Bemühungen einen zusätzlichen Schub verschaffen können. Großartige Unterstützung hätten der Trägerverein, die vielen lokalen Akteure und das CeBB-Team geleistet. Eibauers Dank galt nicht zuletzt auch seiner Familie und insbesondere seiner Gattin Lucia: "Die nötige Kraft und Energie kann man aber nur bekommen, wenn einem dafür auch der Rücken frei gehalten wird und man auf vielen Hochzeiten tanzen kann". (Hintergrund)
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