Grüne Mitte auf der Wunschliste

Alexander Lukas vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) informiere über die Fördermöglichkeiten und stellte klar, dass nachhaltige Maßnahmen gefragt sind.
Lokales
Schönsee
18.10.2014
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Idyllisch liegt die Ortschaft Dietersdorf zwischen Hügeln und Feldern. Jetzt soll auch das Dorfzentrum noch schöner werden. Was dabei zu berücksichtigen ist und welche Förderungen zu erwarteten sind, berichteten Fachleute bei der Bürgerversammlung.

Im Dietersdorfer Feuerwehrhaus ging es bei der Bürgerversammlung besonders um den Ausbau der durch den Ort führenden Staatsstraße 2159. Damit verbundenen ist die Neugestaltung eines Dorfmittelpunktes bei der Kirche, für die noch entscheidende Weichen gestellt werden müssen. In diesen Prozess sollen neben dem Stadtrat auch die Bürger und das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) eingebunden werden, so der Tenor bei der gut besuchten Veranstaltung.

Start mit Wasserleitung

Bürgermeisterin Birgit Höcherl blendete zunächst auf die seit vier Jahren bestehende Diskussionen über eine Deckenerneuerung an der durch Dietersdorf führenden Staatsstraße zurück. Sie informierte über Verhandlungen mit der Straßenbaubehörde und die bereits gestartete Erneuerung der Wasserleitungen. Es habe Ortsbegehungen gegeben, und das Straßenbauamt habe Ausbau-Varianten vorgestellt. Landschaftsarchitekt Andreas Thammer hatte in Stadtratssitzungen Entwürfe präsentiert und vorgeschlagen, den Straßen-Ausbau in eine "Einfache Dorferneuerungsmaßnahme" des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) einzubinden.

Sachgebietsleiter Alexander Lukas sowie Ansprechpartner Hubert Seidler vom ALE nahmen dazu Stellung. Ersterer informierte über Planung und Förderung von Maßnahmen in einer "Einfachen Dorferneuerung". Es müsse sich dabei um eine nachhaltige Gestaltung von natürlichen Lebensgrundlagen mit Bürgerbeteiligung und keinesfalls um eine Verstädterung handeln. Bei einem formlosen, mit Plänen versehenen Antrag und bei einer Trägerschaft durch die Stadt seien Förderungen in Höhe von bis zu 35 Prozent möglich. Maßnahmen im Umfeld, auch im privaten Bereich, könnten eingebunden werden.

Landschaftsarchitekt Andreas Thammer verwies auf die Entwicklung der Bebauung entlang der Straße, Der dörfliche Charakter sei erhalten geblieben. Ein Ziel der Dorferneuerung solle es sein, diesen Ort auch für die Jugend als lebenswert zu erhalten. Die Dorfmitte habe Priorität und müsse gesellschaftlicher Mittelpunkt sein, das könne auch die Gemeinschaft stärken. Was die Verkehrsberuhigung an der Durchgangsstraße anbelangt, sei eine Reduzierung der Fahrbahn möglich. Thammer zog dafür Grünstreifen in Erwägung, auch die Gehwege könne man in die Gestaltung einbeziehen.

Spielplatz verlegen

Bei der anschließenden Diskussion ging es um eine behindertengerechte Gestaltung der Gehwege, das Schneeräumen im Winter und den Wunsch, den Kinderspielplatz ins Dorfzentrum zu verlegen. In den Wortmeldungen, besonders von Stadtrat Michael Ebnet, kristallisierte sich heraus, dass die Neugestaltung mit Grünanlagen in der Dorfmitte ganz oben auf der Wunschliste steht. Außerdem wünschen sich die Bürger verkehrsberuhigende Maßnahmen an der Einmündung zur Winkelstraße.

Zur angesprochenen Beteiligung der Anlieger an den Kosten informierte Josef Spachtholz von der Verwaltung, dass Erhaltungsmaßnahmen wie bei den Gehwegen nicht umlagepflichtig seien. Bürgermeisterin Birgit Höcherl versprach, dass man versuchen will, eine Anliegerbeteiligung auszuschließen. Was die späteren Pflegemaßnahmen der Anlagen anbelangt, verwies sie auf den bewährten Bürgersinn. Letztlich handele es sich auch um eine Aufwertung der eigenen Immobilie.

Sowohl Architekt Thammer als auch Alexander Lukas erinnerten an die mögliche Förderung von privaten Maßnahmen. Auch eine zusätzliche Erschließung von landwirtschaftlichen Anwesen sei möglich. Bürgermeisterin Höcherl stellte in ihrer abschließenden Bilanz fest, dass nun ein weiterer Schritt zur Realisierung des Ausbaues geschafft sei. Die Bürger könnten nun weitere Ideen einbringen. Für November oder Januar plane man weitere Versammlungen, damit der Ausbau noch im Zuge der Deckenerneuerung der Staatsstraße abgewickelt werden kann.
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