Halleluja und "Himmelslichter"

Domkantor Jörg Bräunig intonierte an der Sandtner/Johann Schraml-Orgel auch seine eigene Komposition, mit der er die Lichtverhältnisse vom Dom zu Meißen eingefangen hat.
Lokales
Schönsee
08.10.2014
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Der Domchor Meißen machte auf seiner Konzertreise Station in der Schönseer Pfarrkirche. Mit Werken von alten und zeitgenössischen Meistern bereitete er einen unvergesslichen Festgottesdienst zum Erntedankfest.

Die Bezeichnung "Chor- und Orgelkonzert zum Erntedankfest" beim 21. Konzert des Fördervereins für Kirchenmusik mit dem Domchor Meißen in der Pfarrkirche wurde auch dem Leitspruch "Dank sei dem Herren allezeit" und dem Kirchenschmuck am Hochaltar gerecht. Dort interpretierten die Sänger unter Leitung von Domkantor Jörg Bräunig am Samstag ein reichhaltiges Programm mit Werken von zeitgenössischen und alten Meistern und umrahmten am Sonntag auch den Festgottesdienst zum Erntedankfest.

Einzug mit Beifall

Fördervereinsvorsitzender Hubert Reimer freute sich bei seinen Grußworten über den Auftritt des Domchores während seiner Konzertreise, aber auch über den Besuch von Freunden der Chor- und Orgelmusik über die Grenzstadt hinaus. Die Interpreten zogen unter Beifall in das Gotteshaus ein und begannen mit dem "Halleluja" von Paul Horn. Es folgten mit "Alta Trintina Beata" ein Trinitatisgesang aus dem 15. Jahrhundert, danach "Deo di Camus Gratias" (Dank sei dem Herren, allezeit), der Chorsatz "Siehe, das ist Gottes Lamm" und die Motetten "Die Elenden sollen essen" und "Lobe, lobe den Herren".

Eigenkomposition

Vom Komponisten Johann Sebastian Bach stammten der Chorsatz "Nun lasst uns Gott den Herren Dank sagen und ihn ehren" sowie die "Fantasia in G-moll), vorgetragen von Domkantor Jörg Bräunig auf der Orgel sowie das "Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren", des Chores. Dem "Herr, großer Gott, dich loben wir" von Johann Michael Haydn folgten das "Locus iste" von Anton Bruckner und "Erinnerungen an den Sommer (Sommarpsalm)" von Waldemar Ahlen.

In Vortrag seiner Eigenkomposition "Himmelslichter" an der Sandtner-Orgel hatte Domkantor Jörg Bräunig seine Lichteindrücke im Hohen Dom zu Meißen eingefangen. Danach interpretierte der Chor das "Vater unser" mit einem eindrucksvollen Sprechgesang, danach die Motette "Verleih uns Frieden" von Heinrich Schütz, "Christ, lass dich bitten" von Herbert Gadsch und das "Hinunter ist der Sonnenschein" von Melchior Vulpius. Nach reichlichem Beifall verließen die Sänger unter dem Volksgesang "Donna nobis Pacem" recht eindrucksvoll die Kirche. Das nächste und damit 22. Orgel- und Chorkonzert des Fördervereins steigt am Sonntag, 18. Dezember, um 16 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Wenzeslaus mit einem "Weihnachtskonzert".

Dargeboten wird es vom "Renner-Ensemble", einem Männerchor ehemaliger Regensburger Domspatzen unter Leitung von Hans Pritschet sowie mit Diplommusiker Martin Ebenhöch an der Sandtner-Orgel.
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