Helfer mit Personalsorgen

Für langjährige Treue zum Roten Kreuz sind (vorne, von rechts) Josef Kreuzer, Josef Sperl und Judith Höcherl ausgezeichnet worden. Für das Engagement bedankten sich (von links) Bürgermeisterin Birgit Höcherl, die Kreisverband-Funktionäre Otto-Josef Langenhan und Willi Klein sowie Bereitschaftsleiter Hans Eichstetter. Bild: gl
Lokales
Schönsee
17.12.2014
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Rund 1500 Stunden waren die Mitglieder der Rotkreuz-Bereitschaft heuer im Einsatz. Bei der Abschlussfeier standen vor allem die Bemühungen um ein neues Sanitätsfahrzeug sowie der Personalmangel beim "Helfer vor Ort" im Blickpunkt.

Im Gasthof Haberl hieß Bereitschaftsleiter Hans Eichstetter neben den Ehrengästen vor allem den Nachwuchs unter den Aktiven willkommen. In seinem Tätigkeitsbericht zählte er 411 Stunden Sanitätsdienst auf, die bei Veranstaltungen wie dem Konzert des Tölzer Knabenchores, beim Bürger- und Seefest, Fußwallfahrten, beim Frauentag in Stadlern sowie beim Pascherspiel und "Advent im Wald" zusammenkamen.

Von Blutspende bis Putzen

In die Arbeitsbilanz flossen unter anderem auch drei Blutspendetermine, sieben Erste-Hilfe-Kurse, sechs Fortbildungen, ein Defibrillator-Training sowie der Dienst der Helfer vor Ort (HvO) ein. Stellvertretend für alle Aktiven dankte er Einsatzleiter Josef Kreuzer. Außerdem würdigte er die "guten Geister" wie Josef Sperl, Daniela und Christina Prunhuber, die sich beim Blutspenden engagieren und die Unterkunft in Schuss halten. Eichstetter verwies darauf, dass diese Leistungen nur durch Spenden und die Förderung durch die Stadt Schönsee und die Gemeinden Stadlern und Weiding möglich sind.

Einsatzleiter Josef Kreuzer legte den aktuellen Stand bei der Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges für den Sanitätsdienst ausführlich dar. Eine bereits erfolgte Bestellung sei wegen unmöglicher Lieferzeiten wieder storniert worden. Aktuell liefen Verhandlungen, auch der mögliche Erwerb eines gebrauchten Fahrzeugs stehe dabei im Raum. Noch offen seien die Kosten für Ausstattung und Ausrüstung.

Kreuer erstattete Bericht über den HvO-Dienst: Von den 64 Einsätzen (39 am Tag, 25 nachts) wurden 30 von Hans Eichstetter, 19 von Manuel Treiber und 15 von Konrad Betz ausgeführt. Ein Großteil (34) waren internistische Notfälle, bei den 19 chirurgischen Fällen waren 18 Mal ältere Personen gestürzt. Es wurden insgesamt 831 Einsatzkilometer zurückgelegt, die Gesamtkosten betrugen rund 600 Euro; Reparaturen fielen nicht an. Die durchschnittliche Eintreffzeit lag bei 5,91 Minuten und damit deutlich vor den Rettungsdiensten (8,71 Minuten). Allerdings habe man 30 weitere Einsätze aus Personalmangel nicht bedienen können. Abschließend ging Kreuzer auf die Bedeutung des Defibrillators ein. Bürgermeisterin Birgit Höcherl würdigte den Einsatz der BRK-Kräfte. Die Bilanz des HvO und die Einbindung der Jugend seien bemerkenswert.

Dienst bleibt sinnvoll

Otto-Josef Langenhan, stellvertretender BRK-Kreisgeschäftsführer, stellte die Arbeit des HvO heraus. Den 30 ausgefallenen Einsätzen stellte er jene 64 Notfälle gegenüber, in denen zur Hilfe geeilt wurde. Daher sah auch Kreisbereitschaftsleiter Willi Klein den HvO-Dienst - trotz der personellen Durststrecke - für nach wie vor sinnvoll an. Die Einführung des Digitalfunks kündigte er für Mai 2015 an. Ehrungen für treue Mitglieder beendeten den offiziellen Teil.
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