Ida Seibel feiert 80. Geburtstag - Zwangsweise nach Kasachstan umgesiedelt
Russland und wieder zurück

Die aus Kasachstan zugezogene deutschstämmige Ida Seibel (rechts) kann an ihrem 80. Geburtstag zusammen mit Sohn Alexander beim Besuch von Bürgermeisterin Birgit Höcherl viele Geschichten aus ihrem wechselvollen Leben erzählen. Bild: gl
Lokales
Schönsee
09.01.2015
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Am 80. Geburtstag von Ida Seibel wurde das besondere Leben der Jubilarin offenbar. Die Vorfahren stammen aus Deutschland und wanderten nach Russland aus, wo sie auch mit dem Mädchennamen Moor geboren wurde und mit drei Brüdern und zwei Schwestern aufwuchs. Die Eltern waren verschollen, bevor sie mit weiteren deutschstämmigen Familien zwangsweise nach Kasachstan umgesiedelt wurden.

Die Jubilarin war in einem landwirtschaftlichen Betrieb tätig, bevor sie am 19. Mai 1958 mit dem Schlosser Willi Seibel in Konrnilowka an den Traualtar trat. Auch die Vorfahren des Gatten wanderten am 22. Juli 1763 von Frankfurt nach Russland aus, wie einer Urkunde zu entnehmen ist. Beide freuten sich über zwei Söhne, mit denen sie 1996 problemlos wieder nach Deutschland (Neutraubling) zurückkamen, während die Tochter weiterhin in Kasachstan verblieben ist, aber mindestens einmal im Jahr auf Besuch kommt.

Bei einem eigenen Besuch bei der Tochter in Kasachstan konnte die Jubilarin dort eine Verbesserung der Lebensumstände feststellen. So gibt es inzwischen eine Wasserleitung, auf die früher verzichtet werden musste.

Zusammen mit einem Sohn sowie einer inzwischen verstorbenen Schwägerin landeten sie 2006 in Schönsee. Der Sohn erwarb ein Anwesen, das er vorbildlich sanierte. Er hat mit seiner Gattin Arbeit in Schönsee (Irlbacher-Blickpunkt Glas) gefunden. Ein Sohn und weitere Familienmitglieder und viele Landsleute leben im Raum Regensburg, während der Gatte im Oktober 2013 verstarb.

Inzwischen kann sich Ida Seibel über fünf Enkel und zwei Urenkel freuen, aber auch über eine solide Gesundheit, mit der sie nicht nur das Haus, sondern auch den Garten meistert. Als Bürgermeisterin Birgit Höcherl ihr die Glückwünsche der Stadt überbrachte, offenbarte sie eine bewundernswerte Gastfreundschaft. In Schönsee fühlt sich die Jubilarin sichtlich wohl, wozu aber auch die Nähe zu den Landsleuten im Raum Regensburg gehört. Den Glückwünschen will sich auch "Der neue Tag" anschließen.
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