Im Frühjahr rollen Bagger an

Die Neugestaltung des Umfeldes bei der Dorfkirche in Dietersdorf soll bis Ende 2016 abgeschlossen sein. Damit dieser Zeitplan eine Chance hat, genehmigten die Stadträte am Dienstag die Entwurfsplanung. Bild: Portner
Lokales
Schönsee
02.10.2015
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Rund 922 000 Euro kostet die Dorferneuerung in Dietersdorf - wenn alle vom Landschaftsarchitekten Andreas Thammer vorgestellten Maßnahmen verwirklicht werden. Einsparungen und Details will der Stadtrat noch abklären. Aus Zeitgründen wurde der Entwurf jedoch genehmigt.

"Wir haben einen gewissen Zeitdruck", sagte Bürgermeisterin Birgit Höcherl bei der Stadtratssitzung am Dienstag. Denn schließlich soll die Dorferneuerung in Dietersdorf - was die Dorfmitte betrifft - 2016 über die Bühne gebracht werden. Und dazu müssen die Ausschreibungen für Januar/Februar vorbereitet sein. Nach einer Stunde ausführlicher Debatte wurde ein einstimmiger Beschluss gefasst.

Vier Maßnahmen

"Es ist nur eine Entwurfsplanung, die am Amt für Ländliche Entwicklung eingereicht wird", bekräftigte Höcherl, nachdem die Diskussion zeigte, dass die Räte ein gewisses Einsparungspotential sehen. In sechs bis acht Wochen könne der Abstimmungstermin am Amt stattfinden, so die Bürgermeisterin. Parallel könne man in die Objektplanung einsteigen und über den Winter die Ausführungsplanung fertigstellen.

Andreas Thammer stellte vorher die vier Maßnahmen detailliert vor. Der Gesamtbetrag von 922 000 Euro beinhaltet noch nicht die Kosten für den Grunderwerb und die Vermessung. Die Neugestaltung der Dorfmitte - rund um die Kirche und das Umfeld am ehemaligen Feuerwehrhaus - ist mit 680 000 Euro angesetzt, während die geplante Umgestaltung der Einmündung im Winkl mit 161 000 Euro zu Buche schlägt. Für den Neubau einer rückwärtigen Hof-Erschließung sind 35 000 Euro angesetzt und für die mögliche Anbindung des Radweges (Ortseingang) 25 000 Euro. Die Planungskosten belaufen sich auf 20 500 Euro. Wie Höcherl betonte, ist der Lückenschluss am Radweg lediglich ein Wunsch; es sollten vorerst nur Fördermöglichkeiten ausgelotet werden. Allerdings wies Thammer darauf hin, dass eine Querungshilfe (Verkehrsinsel) über die Staatsstraße nur mit einem überörtlich querenden Radweg zu verwirklichen sei.

Die anwesenden Zuhörer interessierte auch folgende Mitteilung: Mit der vom Amt für Ländliche Entwicklung angenommenen Entwurfsplanung können auch alle Maßnahmen in den angrenzenden Privatanwesen (Gebäude und Vorgärten) mit bis zu 30 Prozent gefördert werden. Voraussetzung ist eine Beratung durch das Amt. Der Fördersatz für die Dorferneuerung sei dagegen laut Architekt "noch nicht sicher" und werde sich zwischen 50 bis 54 Prozent bewegen. Ein eventueller Zuschlag (5 Prozent Bonus-Förderung im ILEK-Programm) sei möglich. Wie die Bürgermeisterin betonte, könnten sich die vier Maßnahmen über einen längeren Zeitraum hinziehen, was nichts am Zuschuss ändere.

Haltebucht belassen

"Wir müssen auch den Gehweg renovieren", warf Josef Pfistermeister ein, "ob wir für die Einmündung im Winkl so viel Geld in die Hand nehmen, ist fraglich." Michael Ebnet sprach die Busbucht und die Pläne des Straßenbauamtes an, die Busse künftig auf der Staatsstraße halten zu lassen. "Die Parkbucht ist da und diese sollte man auch lassen."

Josef Irlbacher hakte zur Pflasterauswahl nach. Wie Thammer erklärte, enthalte die Planung 1000 Quadratmeter Granitpflaster, als gebrochenen bzw. gesägten Stein. Er betonte: "Granitpflaster ist nachhaltiger und dauerhafter als Betonstein." In Bereichen ohne Verkehr, seien ein deutlich geringerer Aufbau und dünnere Platten vorgesehen. "Wir müssen Kosten reduzieren, aber wir dürfen nicht an der falschen Stelle sparen", bekräftigte Birgit Höcherl, vor der Genehmigung der weiteren Vorgehensweise durch die Stadträte.
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