Imker verhilft mit einigen Handgriffen den Bienen zu einem guten Start - Gesundheitswart ...
Bienen lieben Komfort in der Wabe

Mit dem Gesundheitsfachwart Wolfgang Gleißner (rechts) stellte Vorsitzender Michael Völkl einen kompetenten Fachmann vor. Bild: gl
Lokales
Schönsee
17.03.2015
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Auch Bienen lieben neue Böden. Was sie im Frühjahr sonst noch brauchen, um einen guten Start zu erwischen, darüber informierte Imkermeister Wolfgang Gleißner.

"Frühjahrsarbeiten an den Bienen" lautete sein Thema bei der Jahreshauptversammlung des Imkervereins Schönsee und Umgebung. Gleißner ist der künftige Gesundheitswart im Kreisverband Nabburg/Neunburg. So stellte ihn Vorsitzender Michael Völkl den Imkern vor.

Der Referent informierte zunächst über seinen fachlichen Werdegang von der Gesellenprüfung bis hin zur Meisterprüfung in Veitshöchheim. Aktuell betreibt er eine Erwerbsimkerei. Mit den Bienen wandert er in Heide-, Tannen-, Raps und Akazientrachtgebiete. Weil diese Areal weit auseinander liegen, muss er im Frühjahr entsprechend planen. So gilt es, die Standorte auf Sturmschäden oder Frevel zu kontrollieren, den Bienenflug zu beobachten oder notfalls in den Kästen nachzusehen.

Im Frühjahr nimmt der Fachmann einen Austausch von Unterböden vor. Die Teile werden gereinigt, und der Imker entfernt tote Bienen, die während des Winters hier gelandet sind. Außerdem wird geprüft, ob der Futtervorrat ausreicht und ob schon Brut vorhanden ist. Notfalls müsse man Futterwaben einhängen, gab Gleißner zu bedenken.

Für schwache Bienenvölker gebe es auch die Möglichkeit der "Ammenbienen-Spende": Das schwache Volk wird dabei einem normal starken Volk aufgesetzt und kann Ammenbienen als "Leiharbeiter" aus dem unteren Volk nutzen. Beide Völker können bei der Kirschblüte wieder getrennt und mit einem Honigraum versehen werden, informierte Gleißner. Bienenvölker ohne Königin könnten auch mit einem Ableger vom Vorjahr vereinigt werden.

Für die Trachtreife und Weiterentwicklung habe die Wärme große Bedeutung. Wenn genügend Pollen im Umfeld oder Futter vorhanden sind, würden sich auch die Völker entsprechend entwickeln. .

Die angesprochenen Maßnahmen demonstrierte der Referent an einem mitgebrachten Bienenkasten recht anschaulich. Außerdem steuerte er noch Fotos von seinen Bienenstöcken bei. Der lehrreichen Unterweisung folgte eine rege fachliche Diskussion über die Entwicklung der Völker bis hin zur Ernte und einzelnen Trachtbereichen.
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