Imkerei kein Honigschlecken

Vorsitzender Richard Forster gab bei der Jahreshauptversammlung einen Rückblick über die Vereinsarbeit der Imker. Kreisvorsitzender Hermann Bronold (links) berichtete anschließend von der Fachwartetagung. Bild: mmj
Lokales
Schönsee
21.01.2015
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Es ist eine interessante Aufgabe, der sich die Imker verschrieben haben. Aber ihre Arbeit erfordert Fingerspitzengefühl und Sensibilität, wie sich in den Berichten bei der Jahreshauptversammlung des Imkervereins Dietersdorf-Schönseer Land zeigte.

Vorsitzender Richard Forster war erfreut über die zahlreiche Teilnahme. Gekommen waren auch Kreisvorsitzender Hermann Bronold, Bürgermeisterin Birgit Höcherl und Imkerkollegen aus dem tschechischen Pobezovice.

Schlechtes Honigjahr

Nach dem Gedenken für das verstorbene Gründungsmitglied Johann Roiger blickte der Vorsitzende auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Aufgrund des milden Winters 2013/14 gab es mit einer durchgehenden Brut viele starke Bienenvölker. Erste Schwärme waren bereits im April zu beobachten. In den darauffolgenden Monaten mit nasskaltem Wetter war dennoch ein Rückschlag festzustellen und es wurde ein unterdurchschnittliches Honigjahr. Blütenhonig gab es nur in günstigen Lagen, der Ertrag an Waldhonig blieb fast aus.

Überrascht waren, wie Forster berichtete, die Imker in Hessen vom Honigertrag mit rötlicher Färbung, die die Imker vor ein Rätsel stellte. Es zeigte sich, dass Kirschensaft ausschlaggebend für diesen Honig war. Das Zusammenbrechen einzelner Bienenvölker war bereits im September zu beobachten. Einzelne Imker hatten dabei einen Verlust von fast der Hälfte des Bestandes zu verzeichnen. Nachteil für die Bienen sei auch häufig der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Varroamilbe ist und bleibe ein Problem für die Imker. Aktuell hält Forster die Kontrolle über die Fütterung aufgrund des milden Wetters für unumgänglich.

Der Verein zähle derzeit 35 Mitglieder, von ihnen sind 252 Bienenvölker gemeldet. Erfreulich sei, dass sich immer mehr jüngere Frauen und Männer für dieses Hobby entscheiden. Weiter informierte der Vorsitzende über anstehende Änderungen im Versicherungsbereich sowie über die Möglichkeit, an einem Honigkurs der Imkerkollegen im Gasthof Haberl am 6. Februar teilzunehmen. Weitere Termine seien die obligatorischen Imkerstammtische im Vereinslokal Waldblick, am 21. Februar die Kreisversammlung in Schwarzenfeld, am 28. März ein Imker-Anfängerkurs und Schulungen für Interessenten über Ableger, Waldtracht und über die Varroamilbe.

Beitrag erhöht

Bürgermeisterin Birgit Höcherl dankte den Imkern für Engagement und freute sich über die positive Entwicklung des Vereins. Dies zeige sich besonders in der Nachwuchsarbeit. Abschließend wurde noch über Versicherungsfragen und Änderungen der Risikosummen diskutiert. Dies mache eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für die aktiven Mitglieder um fünf Euro notwendig, der auch zugestimmt wurde. Für die Anschaffung eines Melitherm-Gefäßes werden Angebote eingeholt.
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