Imkerverein bietet Lehrgang an - Honig mit "Etikett" nur nach Zertifizierung
Naturprodukt für die Gesundheit

Bei der Ernte des Honigs ist der richtige Zeitpunkt für die Entnahme der Waben wichtig, um ausschließlich reifen Honig zu ernten. Bild: dpa
Lokales
Schönsee
17.02.2015
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Wer Bienenhonig mit dem Etikett des "Deutschen Imkerbundes" erwirbt, kann über dessen Inhalt sicher sein. Nur Imker, die sich durch die Teilnahme an einem Honigkurs qualifiziert haben, dürfen diesen Honig vertreiben. Der Imkerverein Schönsee und Umgebung bot kürzlich einen Kurs mit Zucht-und Gesundheitswart Ingo Schwieder aus Burglengenfeld als Referenten an.

Das Verantwortungsbewusstsein der Bienenhalter wurde durch den Zuspruch von rund 35 Teilnehmern bestätigt, die auch aus den Nachbarvereinen kamen und sich das Zertifikat erwarben. Vorsitzender Michael Völkl freute sich über den guten Zuspruch, auch weil nur Lehrgangsteilnehmer mit Zertifikat zum Erwerb der entsprechenden Etiketten berechtigt sind.

Vom Referenten Ingo Schwieder erfuhren die Anwesenden, das "echter Deutscher Honig" das eingetragene Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes darstellt. Imker, die ihre Honiggläser mit dem entsprechenden Etikett versehen wollen, müssen Mitglied sein und einen Fachkundenachweis erbringen. "Honig und Honigbiene gehören unzertrennlich zusammen; Honig gibt es nicht ohne die Biene. Ähnlich wie wir Menschen unsere Vorräte behandeln, so setzen die Honigbienen dem gesammelten Nektar und Honigtau Stoffe hinzu und entziehen Wasser", erklärte der Referent.

Ein Höhepunkt der imkerlichen Arbeit ist die Honigernte. Basis ist eine gute Betriebsweise und eine konsequente Völkerführung. Bei der Ernte ist der richtige Zeitpunkt für die Entnahme der Honigwaben wichtig, um ausschließlich reifen Honig zu ernten. Bei der weiteren Lagerung und Bearbeitung des Honigs liegt der Schwerpunkt auf sauberem, hygienisch einwandfreiem Arbeiten. Nachdem Honig nicht nur ein Lebensmittel, sondern auch ein gesundheitsförderndes Naturprodukt darstellt, existieren Gesetze und Verordnungen, denn es geht hier auch um die Gesundheit des Menschen.

Dieser Aspekt zog sich als roter Faden durch die Diskussionen des Abends, wobei nach der Übergabe der Zertifikate und einer Brotzeit auch Fachgespräche die Zeit bis kurz vor Mitternacht bereicherten.
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