Intensiver Diskussionsprozess

Lokales
Schönsee
24.10.2014
1
0

Stadtsanierung Schönsee, Neugestaltung der Ortsmitte in Dietersdorf und Wasserversorgung in Gaisthal waren nur einige der Themen, mit denen sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung auseinandersetzte.

In der Stadtsanierung geht es kontinuierlich weiter: Dies signalisierte der Stadtrat am Dienstagabend mit der Anmeldung von Städtebaufördermaßnahmen für das kommende Jahr. Für die Neugestaltung Hauptstraße 2 (ehemaliges Schulhausareal) meldete die Stadt förderfähige Kosten von 500 000 Euro an, davon 300 000 Euro für 2015. Die Umnutzung der Volksschule wird ebenfalls mit 500 000 Euro angemeldet; 100 000 für 2016 und 400 000 Euro für 2017.

Hier soll aber erst abgewartet werden, wie sich die "EFRE-Förderung" entwickelt. Für das Kommunale Förderprogramm (Fassadenprogramm) sind zwei Maßnahmen mit jeweils 30 000 Euro Höchstbetrag eingeplant. Hinzu kommen 10 000 Euro für Bauberatung und für Straßensanierungen (Pfarrgasse usw.) für 2015 300 000 Euro.

Weitere Bürgerbeteiligung

Bürgermeisterin Birgit Höcherl blendete kurz auf die Bürgerversammlung in Dietersdorf zur Neugestaltung der Ortsmitte zurück, die auf reges Interesse stieß (wir berichteten). Zur Neugestaltung sei ein intensiver Diskussionsprozess in Gang gesetzt worden. Dabei sei auch deutlich zum Ausdruck gebracht worden, dass die Bürger keine Herstellungsbeiträge bezahlen wollten. Eine weitere Bürgerversammlung zu den weiteren Planungen soll Anfang nächsten Jahres stattfinden. Die Bürgermeisterin informierte, dass derzeit mit dem Straßenbauamt abgeklärt wird, ob die geplante Deckenerneuerung eventuell erst 2016 eingeplant werden könnte. Dann wäre man mit den Planungen für die Neugestaltung nicht so unter Druck. In das seit langem schwelende Wasserrechtsverfahren für die Wasserversorgung Gaisthal ist wieder Bewegung gekommen. Birgit Höcherl verwies dazu auf einen Gesprächstermin mit Landrat Thomas Ebeling.

Geringe Schüttung

Ergebnis ist, dass die Quellen im Frauensteingebiet aufgegeben und das Verfahren nur noch für die Rosenhofquelle durchgezogen wird. Die Quellen am Frauenstein haben mittlerweile eine geringe Schüttung. Andererseits müsste zur Schutzgebietausweisung eine Menge Holz gefällt werden, was in keinem Verhältnis zur Quellschüttung liege. Die Rosenhofquelle soll jedoch geschützt werden und zur Sicherstellung der Wasserversorgung eine Mitversorgung aus Schönsee installiert werden. Die Frauensteinquellen werden aber erst dann aufgegeben, wenn die anderweitige Versorgung von Gaisthal gewährleistet ist. Der Stadtrat stimmte dieser Vorgehensweise einmütig zu.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl informierte, dass wegen der Planungen für die Straße Rackenthal-Muggenthal ein Honorarvertrag mit dem Ingenieurbüro Weiß und Partner geschlossen wurde; ebenso für Planungen zur Sanierung von Innerortsstraßen. Aus einem Schreiben der Telekom geht hervor, dass der Funkturm in Gaisthal für einen verbesserten Handy-Empfang in der 47. Kalenderwoche (ab 17. November) in Betrieb geht. Der Feststellungsbeschluss im Zug des Planfeststellungsverfahrens zum Ausbau der Staatsstraße Gaisthal-Schönsee wird erst 2015 getroffen werden. Laut Birgit Höcherl ist ein Beginn der Baumaßnahmen erst im Jahre 2016 realistisch.

Der Recyclinghof wird voraussichtlich erst im Frühjahr auf das Gelände der sanierten Mülldeponie zurückkehren. Wegen der Einrichtung und Förderung laufen derzeit noch Verhandlungen. Das Trinkwasser in Dietersdorf ist wieder keimfrei, wird allerdings bis zum Abschluss der Baumaßnahmen (voraussichtlich 15. November) weiterhin gechlort. Die Bürgermeisterin verwies auf eine Verkehrsschau wegen der Sicherung der Kreuzungen des Freundschaftsradweges mit öffentlichen Straßen zwischen dem ehemaligen Bahnhof Lind und Schönsee.

Da hierzu ein Antrag der FWG Schönsee und Umgebung wegen der Umlaufsperren vorliegt, wird das Thema in einer der nächsten Sitzungen mit den Ergebnissen der Verkehrsschau nochmal auf die Tagesordnung kommen. Wegen der Rodung von Bäumen in der Kastanienallee wird es einen weiteren Ortstermin geben, da es wegen der geschädigten Bäume unterschiedliche Auffassungen gibt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.