Klöppeln erfährt Renaissance

Eröffnung der "1. Schönseer Klöppeltage": (von links) die Bürgermeister Ludwig Prögler und Manfred Dirscherl, Elke Mauritz (Klöppelverband), Marianne Geißendörfer, Landrat Thomas Ebeling, Klöppelkreissprecherin Frieda Roith, Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl, Bürgermeisterin Birgit Höcherl, Altbürgermeister Hans Eibauer und Kreisheimatpfleger Ludwig Berger. Bilder: gl (3)
Lokales
Schönsee
05.06.2015
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Der große Erfolg des vorjährigen Jahreskongresses des Klöppelverbandes weckte die Entscheidung zu "Schönseer Klöppeltagen" in zweijähriger Folge. Die Entwicklung und Bedeutung des Spitzenklöppelns in der Region erfährt damit eine weitere Aufwertung.

Mit dem Lied "Ich will Euch begrüßen" vom Kinderchor der Pfarrgemeinde wurden die Gäste bei der Eröffnungsfeier der "1. Schönseer Klöppeltage" in der Säulenhalle des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) willkommen geheißen. Den entsprechenden Rahmen bildeten Exponate der Ausstellung "Klöppelspitzen in Form und Farbe" der Klöppeldozentin Marianne Geißendörfer.

In der ersten Reihe hatten neben Landrat Thomas Ebeling Bezirksheimatpfleger Dr. Thomas Appl, Elke Mauritz vom Deutschen Klöppelverband, Marianne Geißendörfer, Frieda Roith vom Klöppelkreis, die Bürgermeister Manfred Dirscherl (Weiding) und Ludwig Prögler (Tiefenbach) sowie Altbürgermeister Hans Eibauer, Josef Köck und Kreisheimatpfleger Ludwig Berger Platz genommen.

Verbundenheit gezeigt

Bürgermeisterin Birgit Höcherl blendete auf die Entwicklung und Bedeutung des Spitzenklöppelns in der Region zurück. Der staatlichen Förderung durch Klöppelschulen folgte rückläufiges Interesse. Zu der örtlichen Erhaltung durch Neigungskurse sowie der Einführung von Klöppelkursen für Gäste kamen die Initiativen des Klöppelkreises Schönsee-Stadlern-Tiefenbach sowie die vom Deutschen Klöppelverband begleitete Renaissance als Handarbeitskunst.

Die Bürgermeisterin ging auf die dabei geboten Ausstellungen ein. Insbesondere auf die vom Klöppelkreis initiierte Ausstellung in der Volksschule und die Freilichtausstellung mit geklöppelten Sonnenfängern am Ufer des Hahnenweihers. Dazu auf weitere Ausstellung im CeBB sowie das "Klöppelspitzen aus Tiefenbach" im Klöppelshop Köck, auf Motive von Suse Bernut im Rathaus sowie die ständigen Ausstellungen im Klöppelmuseum Tiefenbach und auf Entwürfe bis 1888 bei Marianne Vogl in Schwarzach. In seinem Grußwort würdigte Landrat Thomas Ebeling die Bemühungen zur Erhaltung der kunstvollen Handarbeitstradition, während Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl die Ausstellung als Beitrag zur Erhaltung alter Tradition wertete, die Eigeninitiativen wecken können. Klöppelkreissprecherin Frieda Roith (Bericht folgt) ging ebenfalls auf die Entwicklung des Spitzenklöppelns und des Klöppelkreises ein. Elke Mauritz vom Deutschen Klöppelkreis lobte die Initiativen zur Spitzenklöppelkunst in Schönsee, weshalb die Exponate des Wettbewerbs "Tür und Tor" gerne zur Verfügung gestellt wurden.

Gesang und Bewirtung

Klöppeldozentin Marianne Geißendörfer erläuterte die von ihr präsentierten Kursarbeiten zum Motto "Klöppelspitzen in Form und Farbe". Der Kinderchor unter Gemeindeassistentin Antonia Meier und Ulla Göllner belebte die Atmosphäre noch mit dem "Schönseer Land-Lied" und leitete mit "Der rote Luftballon" zu einer Gesprächsrunde über, bei der die Damen des Klöppelkreises mit einer Bewirtung aufwarteten.
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