Kraftakt mit "Schrazlnest"

Der Besuch von Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer bei der Pascher-Premiere war auch bei der Bilanz über die Theatersaison im Bergweber-Haus ein Gesprächsthema. Bild: mmj
Lokales
Schönsee
25.09.2015
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Die Herausforderung war enorm: Gleich zwei Stücke sollten in dieser Theatersaison auf der Freilichtbühne am Eulenberg das Publikum in ihren Bann ziehen. Und nebenher wurden auch noch neue Schmankerl kreiert.

Eine "hervorragende Resonanz" hat Mitwirkende und Helfer für ihren Einsatz in der Festspielverein belohnt. So lautete zumindest die Bilanz, als sich die Beteiligten nun zu einer Dankandacht mit Abschlussfest trafen. Es galt, eine gelungene und unfallfreie Spielzeit zu feiern.

Für Gemeindereferentin Antonia Meier haben alle, die am Eulenberg bei den Spielen dabei sind, allen Grund zu danken. Es sei wieder Phantastisches geleistet worden. Mit "Pascher - die Nacht der langen Schatten" gebe es eine Aufarbeitung der eigenen Geschichte und eine Erinnerung an die Vergangenheit. Flucht und Vertreibung sei auch derzeit ein aktuelles Thema. "Wir sollten heute dankbar sein, dass wir hier auf der sicheren Seite stehen können", so das Fazit.

Mit "Irrlichter" sei ein buntes, aber auch nachdenkliches Stück auf die Bühne gebracht worden, merkte die Gemeindereferentin an. Nach der Lesung und den von Kindern vorgetragenen Fürbitten schloss die Andacht mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Großer Gott wir loben Dich".

Viel Aufwand

Paschervereinsvorsitzende und Bürgermeisterin Birgit Höcherl betonte, dass die Saison für die Mitwirkenden und Helfer enorme Einsatzstunden mit sich brachte. Das Stück "Irrlichter" musste einstudiert werden, das erforderte viel Arbeitsaufwand und jede Menge Vorbereitungen. Für alle, Organisatoren, Darsteller und Autor Martin Winklbauer war "Irrlichter" mit Inhalt, Bühnenausstattung und Lichtanimation eine Herausforderung; ebenso auch für Kostümgestalter, Frisur- und Maskenbildner. Sogar vom Küchenpersonal und in den Verpflegungsständen wurden mit "Quarkschleifen" und "Schrazlnester" neue Schmankerln kreiert.

Die "Irrlichter" hatten bei den drei Aufführungen eine hervorragende Resonanz beim Publikum, wie die Zuschauerzahlen bestätigen. Der Beschluss, mit "Irrlichter" eine zusätzliche Attraktion zu bieten, habe sich als richtig erwiesen. Beim Paradestück für die Region und den Eulenberg, "Pascher - die Nacht der langen Schatten", zeigte sich beim Zuschauerecho auch in diesem Jahr wieder die Verbundenheit mit der eigenen Vergangenheit. Bei der Premiere war in diesem Jahr Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer unter den Besuchern, worüber sich die "Pascher" ganz besonders freuten.

Rolle neu besetzt

Mit dem krankheitsbedingten Ausfall von Eva Forti aus Pilsen, der Wanka-Darstellerin in den vergangenen acht Jahren, drohte allerdings für diese Spielzeit die Absetzung dieses Stücks. Mit der erforderlichen neuen Rollenbesetzung, die verständlicherweise zusätzliche Proben erforderlich machte, konnten die Aufführungen stattfinden und an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen.

Unterhaltsam ging es nach dieser Bilanz im Stall des Bergweber-Hauses beim gemütlichen Teil zu. Bei deftiger Brotzeit und Pascher-Bier riskierten alle einen Blick zurück auf Proben, Arbeiten und Aufführungen - und waren letztlich ganz zufrieden mit ihrem Anteil am Erfolg.
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