"LandLuft" beflügelt Baukultur

Lokales
Schönsee
02.10.2014
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"LandLuft"-Aktivisten fördern die Baukultur in ländlichen Räumen. Die gleichnamige Ausstellung in der Volksschule Schönsee zeigt gelungene Beispiele; sie möchte Gemeinden zu Nachahmern machen und Bürger motivieren, sich aktiv mit Baukultur auseinanderzusetzen.

Die Wanderausstellung "LandLuft" der elf Kommunen der "Leerstandsoffensive" schafft gute Voraussetzungen, mit den Erfahrungen prämierter Aktionen und Forschungsprojekte Ansatzpunkte für eigene Maßnahmen zu finden. Nachdem die Ausstellung bereits auf Schloss Guteneck Station gemacht hatte, zog sie in die leerstehenden Räume der Volksschule Schönsee um.

Verbundenheit gezeigt

Dort kann noch bis Freitag von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden. Bei der Ausstellungseröffnung in der Aula der Schule begrüßte Bürgermeisterin Birgit Höcherl die Initiativen der "LandLuft"-Aktivisten und die Aktivitäten der "Leerstandsoffensive", wobei die leerstehenden Räume der ehemaligen Hauptschule eine originelle Kulisse darstellen. Die Anwesenheit der Bürgermeisterkollegen über das Schönseer Land hinaus und von Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten der Mitgliedskommunen zeuge vom Interesse an dieser besonderen Ausstellung. Dankesworte richtete sie an Architektin Alexandra Schott vom Büro u.m.s., den LAG-Geschäftsführer Manuel Lischka, Schulleiterin Maria Pfistermeister, Bauhofleiter Josef Haberl und Hausmeister Bernhard Treiber für die Vorbereitungen.

Die Tatsache, dass ländliche Gemeinden unter Bevölkerungsrückgang und Überalterung leiden, ziehe viele Leerstände nach sich. Deshalb sei die "Leerstandsoffensive" der Kommunen der "LAG Brückenland Bayern-Böhmen" unter Federführung der Gemeinde Altendorf mit Bürgermeister Georg Köppl nur zu begrüßen. Die Bestandsaufnahmen durch das Büro u.m.s. hätten wichtige Erkenntnisse ermittelt. Von der Stadt Schönsee und weiteren Kommunen wurden Machbarkeitsstudien beauftragt und verschiedene Projekte bereits umgesetzt. Die Ausstellung mit prämierten Objekten könne weitere Anregungen liefern. Stellvertretender Landrat Jakob Scharf nannte die Ideenvermittlung durch die Ausstellung eine tolle Sache. MdL Alexander Flierl ging auf die allerorten sichtbaren Leerstände ein und lobte die Bemühungen, diesen mit einem aktiven Lebensumfeld entgegenzuwirken. Man sei auf einem guten Weg, weitere positive Standortfaktoren zu schaffen. Dazu zähle die erhebliche Förderung der Dorferneuerung und des Denkmalschutze durch den Freistaat und den Bund. Die vorhandenen Mittel müssen jedoch vor Ort umgesetzt werden und dazu könne die Ausstellung neue Impulse und Ratschläge vermitteln.

Ortskernentwicklung

Nach Dankesworten von Alexandra Schott von u.m.s für die Unterstützung ging LAG-Geschäftsführer Manuel Lischka auf die Baukultur im ländlichen Raum ein. Alle Bewohner seien davon betroffen. Darauf zielen auch die Forschungsprojekte der Aktion "Landluft" und die Preisvergabe ab. Es gehe dabei auch um die Lebenswirklichkeit der ländlichen Räume, die in der Ausstellung beispielhaft vorgestellt werden. Ein besonderes Thema sei dabei die Ortskernentwicklung und die Umnutzung leerstehender Bausubstanz.
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