Leben in Dorfmitte bringen

Die Planung der Neugestaltung der Dorfmitte von Dietersdorf geht in die Schlussphase. Bei der dritten öffentlichen Diskussionsrunde (Dorfwerkstatt) stellte Landschaftsarchitekt Diplomingenieur Andreas Thammer seinen Entwurf vor. Repro: gl
Lokales
Schönsee
23.06.2015
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Die Neugestaltung der Ortsmitte wurde bei der "Dorfwerkstatt" weitgehend gebilligt. Bei der dritten Veranstaltung mit Landschaftsarchitekt Andreas Thammer ging es um Details, die letztlich vom Stadtrat zu beschließen sind.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Birgit Höcherl, die auch einigen Stadträten sowie Altbürgermeister Hans Eibauer und Matthias Jeitner von der Verwaltung galt, ging Diplomingenieur Andreas Thammer zunächst auf die gewünschte optische Fahrbahnreduzierung im Kirchenbereich ein. Es werde aber nur Kompromisse für einen niedrigen Höhenausgleich zu den seitlichen Gehwegen geben.

Unter dem Aspekt "Leben in die Dorfmitte bringen" brachte Thammer Gestaltungsvorschläge für die Freifläche vor dem vom Gartenbauverein genutzten ehemaligen Feuerwehrhaus vor. Sie könnte seitlich mit bepflanzten Hochbeeten abgegrenzt werden und im verfügbaren Gemeindegrund dahinter zu Streifräumen, besonders für die Kinder, gestaltet werden.

Davor könnte eine Sitzmauer für einen Aufenthalt einladen. Für den Standort des früheren Schlauchtrockenturms könne ein Funktionsgebäude mit vielen Möglichkeiten erstellt werden. Dies könne, müsse aber kein Dorfbackofen sein. Sollten Grundstücksverhandlungen erfolgreich sein, gäbe es für die dahinter liegende Fläche viele Möglichkeiten. Die Mitte des Vorplatzes könnte sich der Landschaftsarchitekt teilweise als wassergebundene Fläche vorstellen. Auch für ein einfaches Spielgerät wäre sicher Platz. Doch sollte die Möglichkeit zu Gemeinschaftsaktionen Vorrang haben.

Der Kinderspielplatz sollte weiterhin beim gemeinschaftlich genutzten Feuerwehrhaus bleiben. Auch eine ansprechende farbliche Gestaltung der angrenzenden Privathäuser wurde angesprochen. Dazu gäbe es im Rahmen der Dorferneuerung Beratungsmöglichkeiten und eine Förderung. Es wurde vorgeschlagen, sich mit den anliegenden Grundstücks- und Gebäudebesitzern zu beraten.

Nachdem der Planer auch über die vorgesehene Bepflanzung, besonders mit Bäumen, informierte ging es um die Gestaltung des Umfeldes der Dorfkirche mit einem barrierefreien Zugang und die Gestaltung des Vorplatzes mit pflegeleichtem Bewuchs. Entlang der Straßenseite bot der Gartenbauverein die Bepflanzung und Pflege eines Blumenbeetes an.

Ein umfangreicher Meinungsaustausch folgte hinsichtlich des Materials, der Anordnung und der farblichen Gestaltung des Belages und dessen Oberfläche für die etwa tausend Quadratmeter umfassende Fläche. Dabei wird bei der Entscheidungsfindung auch die Kostenfrage eine Rolle spielen. Kritisiert wurde der vorgesehene Wegfall der Ausbuchtung vor der Bushaltestelle. Bei der kurz vorgestellten Planung bei der Abzweigung zur Winkelstraße gab es keine besonderen Einwendungen.

Abschließend stellte die Bürgermeisterin fest, dass lediglich noch Detailfragen zu einer positiven Gestaltung notwendig sind. Der Zeitplan für die Baumaßnahme im Jahre 2016 sei realistisch. Sie hoffe, dass bis September/Oktober dieses Jahres eine beschlussreife Planung vorliegt.
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