Maisanbau mit viel Erfahrung

Auf dem Versuchsfeld informierten sich die Landwirte über Wachstum und Eigenschaften der Maissorten. Ausführlich diskutiert wurde auch bei der Brotzeit im Gasthof Haberl. Bild: gl
Lokales
Schönsee
10.09.2015
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Der Maistag auf dem Versuchsfeld von Landwirt Gerhard Maier brachte interessante Beiträge. Die Fachberater informierten über Sorten und hatten auch Alternativen parat, welche die Wildschweine nicht so gerne mögen.

Geschäftsführer Michael Herrmann begrüßte wieder zahlreich anwesende Landwirte zum Maistag der Raiffeisen-Waren GmbH. Der Maisanbau ist ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft. Dabei gibt es mit den gezüchteten Sorten eine verschiedenartige Verwendung zur Fütterung und Silage, als Körnermais und als energetischer Grundstoff bei der Biogaserzeugung.

Nachdem Landwirt Gerhard Maier über seine Anbau-, Dünge- und Pflanzenschutzmethoden sowie den Aussaatterminen informierte, erinnerte Fachberater Konrad Werner (Ragt-Saaten) an die Erfahrungen im Trockenjahr 2003 und bezeichnete 2015 als besonders schwierig, weil die Bedingungen in die Blütezeit nicht optimal waren. Doch die Standardsorte "Saludo 2010" habe sich bewährt, während er "Laurinio" ein besonders gutes Zeugnis ausstellte. Er zeigte weitere Neuzüchtungen und verwies auf Alternativen im Anbau, wobei Raps und Braugerste an besonderen Standorten gedeiht und der neuartige Grannenweizen allgemein gute Erträge bringt und vor Wildschweinschäden schützt.

Dieter Fischer (Dekalb) stellte die beschilderten Sorten vor, wobei den Bezeichnungen weltweit Hinweise auf die Reifezeit, Zulassungsjahr und Eigenschaft entnommen werden können. Die Trockenheit habe sich gebietsweise negativ auf die Erträge ausgewirkt; ansonsten komme es nicht nur auf die Kolben an. Interessant auch sein Hinweis, dass die Umwandlung von Zucker in Stärke in der Nacht erfolgt. Ingomar Widhalm stellte die Firma Maisodour als kleineres, aber auch weltweit tätiges Unternehmen vor. Es begleitet den Landwirt von der Ansaat bis zur Ernte und dies auch bei der Mehrfachnutzung als Silo-, Körner- und Energiemais.

Schließlich war es noch Ivar Westermann von Stroetmann-Saat, der Erträge, Standfestigkeit und Verdaulichkeit von LG 30.238 und Gitago vorstellte. Andreas Ebnet vom Veranstalter dankte Gerhard Maier für die Bereitstellung des Feldes und Josef Meindl für den Maschineneinsatz.
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