Maria "auf der Flucht"

Die Wanderung zur Magdalenenkapelle und die dabei erzählten Geschichten begeisterten die jungen Teilnehmer. Vor dem Rückmarsch stärkten sich alle bei einer Brotzeit. Bild: gl
Lokales
Schönsee
29.08.2015
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Eine drohende Viehseuche im Jahre 1828 führte zum Bau der Magdalenenkapelle am Fuße des Drechselberges. Bei einer Wanderung mit dem OWV-Zweigverein am "Steig über den Berg" hörten die Teilnehmer noch weitere interessante Geschichten.

Der Hauptwanderweg in Richtung Stadlern war früher, als noch Fußgänger üblich waren, als "Steig über den Berg" die Hauptverbindung. Heute ist der Weg bei Wanderern beliebt. Der Schönseer Zweigverein im Oberpfälzer Waldverein (OWV) hatte im Jahre 1998 einen bis auf eine Station untergegangenen Kreuzweg zur Kapelle erneuert und lud nun als Aktion im Ferienprogramm entlang des Magdalenenweges zu einer Wanderung ein.

Die Teilnehmer erfuhren von der stellvertretenden Vorsitzenden Lisbeth Balk die überlieferte Entstehungsgeschichte der Magdalenenkapelle. Als eine Viehseuche drohte, machten ihre Vorfahren, die Familie Manner, das Gelübde, bei Verschonung eine Kapelle zu errichten. Dies, wie an der Schrifttafel am Eingang ersichtlich, im Jahre 1828. Der Standort, damals im Bereich einer Hutung, ging in den Besitz der Stadt Schönsee über und die Kapelle verfiel zunehmend, bis sie vom OWV mit Unterstützung der Stadt im Jahre 1986 umfassend renoviert wurde.

Die in der Grotte an einem Felsen befindliche Magdalenenfigur wurde 1993 vom OWV ersetzt und Stufen zum Aufgang angebracht. Nicht nur diese Stufen wurden, gefördert durch die Stadt und Spenden sowie mit vielen ehrenamtlichen Leistungen, samt Geländer im Vorjahr erneuert, auch die Kapelle wurde renoviert und das Umfeld gestaltet. Nahe der Kapelle befinden sich in einem Felsen der "Fußabdruck der Gottesmutter, eine Krone und eine Teufelsklaue", die aus Flucht und Verfolgung der Stadlerner Muttergottes stammen sollen. Nachdem das Stadlerner Gnadenbildnis nach Schönsee gebracht wurde, kehrte es auf geheimnisvoller Weise immer nach Stadlern zurück.

Darüber gibt es viele Legenden und auch über geheimnisvolle Gestalten und einen Schatz am Reichenstein. Die Kinder waren aufmerksame Zuhörer, als Lisbeth Balk davon erzählte. Bevor sich die Gruppe über den markanten Steinfelsen auf den Heimweg machte, gab es noch eine Brotzeit.

Als nächste Aktion im Ferienprogramm der Stadt lädt der Förster Michael Forster am Dienstag, 1. September zu einem "Werkeln im Wald ein", wozu um 14 Uhr Treffpunkt auf dem Parkplatz des Hotels "Sankt Hubertus" ist. Mitzubringen sind Arbeitshandschuhe und falls vorhanden eine größere Astschere. Weiterhin folgt am Donnerstag, 3. September, um 14 Uhr ein Schlauchbootfahren auf dem Hahnenweiher sowie ein "Leben im Felde" mit Grillen, zu dem die Patenkompanie der Bundeswehr und die Krieger- und Soldatenkameradschaft einladen. Anmeldung zu allen Aktionen ist bei der Tourist-Information im CeBB, Telefon 09674/317 erforderlich.
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