Marktrat Bruck informiert sich bei Exkursion über Entwicklung in Schönsee
Bewusstsein für Substanz geweckt

Bürgermeisterin Birgit Höcherl (rechts) begrüßt die Markträte aus Bruck mit Bürgermeister Hans Frankl (links) vor dem Rathaus. Dahinter von links Geschäftsleiter Ludwig Birner und Waldemar Hansl, der die Stadtführung leitete. Bild: gl
Lokales
Schönsee
23.05.2015
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Wie sich die Grenzstadt, vor allem durch Unterstützung der Bund-Länder-Städtebauförderung, in den vergangenen Jahren entwickelt hat, wollte der Marktgemeinderat Bruck erfahren. Eine Delegation um Bürgermeister Hans Frankl und Verwaltungschef Ludwig Birner bekam Informationen aus erster Hand.

Wie Bürgermeisterin Birgit Höcherl den Gästen im Rathaus verdeutlichte, hätten die vorgenommenen und geförderten Projekte das "Bewusstsein zum Bewahren geweckt". Konkretisiert würden die Bemühungen aktuell durch die Aktivitäten der Leerstandsoffensive, die beratend durch das Leipziger Planungsbüro u.m.s. begleitet wird. So manche Immobilie sei durch neue Besitzer bereits wieder mit Leben erfüllt worden, der Fundus an weiteren Ideen sei noch lange nicht ausgeschöpft. Weitere Möglichkeiten für die Zukunft eröffne der Europäische Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Zur Sensibilisierung der Bevölkerung habe auch das örtliche Kommunale Förderprogramm beitragen. Von Verwaltungsmitarbeiter Waldemar Hansl erfuhren die Gäste, dass der Stadtrat 1985 eine vorbereitende Untersuchung auf den Weg gebracht und das Sanierungsgebiet "Stadtkern" festgelegt hat. Zielsetzung war die Beseitigung funktionaler, stadtgestalterischer Missstände. Die Reihe von zwölf Einzelmaßnahmen (Gesamtkosten 2,5 Millionen Euro) eröffnete der Ausbau der Bachgasse, wozu 1,4 Millionen Euro Förderung flossen.

Weitere Projekte waren der Ausbau von Kirchstraße und Lebzeltergasse, die Neugestaltung der Böhmerwaldstraße, die Sanierung des ehemaligen Haus der Bäuerin sowie Maßnahmen an der ehemaligen Klöppelschule, der Ausbau des Torhäuslwegs und der Steg über die Ascha in der Bachgasse. Desweiteren wurden private Sanierungsmaßnahmen gefördert.

Nicht enthalten ist die Sanierung des ehemaligen Kommunbräuhauses, heute Centrum Bavaria Bohemia (CeBB), für 2,29 Millionen Euro. Für die Stadt war dabei - nach Abzug der EU-Ziel-2-Förderung und Zuschüsse von Landkreis und Bezirk - ein Eigenanteil von 0,56 Millionen Euro zu tragen. Auch für die Bereinigung der ehemaligen Bahnhoffläche und den Umbau des ehemaligen Lokschuppens flossen Gelder aus dem Strukturhilfeprogramm. Die Gesamtmaßnahmen mit Kosten von knapp 8,2 Millionen Euro wurden letztlich mit rund 4,9 Millionen Euro gefördert. Hinzu kamen Vorhaben im Kurpark-Bereich, die nicht als Städtebau- sondern als Wirtschaftsförderungsmaßnahmen deklariert waren. Bei der anschließenden Führung durch die Stadt wurden die einzelnen Vorhaben besichtigt und erläutert.
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