Mit Glas auf der Erfolgsstraße

Lokales
Schönsee
17.10.2015
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Von einer kleinen Werkstatt zum vielfach ausgezeichneten Global Player mit über 500 Beschäftigten: die Unternehmensgruppe "Irlbacher Blickpunkt Glas" kann heuer nicht nur ihr 80-jähriges Firmenjubiläum feiern, sondern auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurückblicken.

Das runde Jubiläum bildete am Freitagabend auch den Rahmen zur Einweihung der bereits im Vorjahr fertiggestellten "Halle Ost". Diese beherbergt neben der Kantine eine der modernsten Siebdrucklinien der Welt und steht quasi exemplarisch für die Irlbacher-Erfolgsgeschichte. Staatsministerin Emilia Müller ließ es sich nehmen, zwischen Terminen in München und Coburg in Schönsee vorbeizukommen, um "zu dieser gewaltigen unternehmerischen Leistung" zu gratulieren. "Die Familie Irlbacher hat ihr Unternehmen durch Innovation, Präzision und Vielfalt vorangebracht", lobte die Ministerin: "Damit hat die Firma Irlbacher nicht nur unsere Region als Innovationsregion vorangebracht, solche Vorzeigebetriebe bringen auch die Oberpfalz weiter".

Start als Ein-Mann-Betrieb

Im Jahre 1935 gründete Johann Irlbacher in einem Anbau zum Wohnhaus in Dietersdorf auf überschaubaren 30 Quadratmetern Produktionsfläche eine Firma für Glasbearbeitung. Damit legte er den Grundstein für eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Damals hätte er es sich wohl nicht einmal im Traum vorstellen können, dass 80 Jahre später die Produktionsfläche auf über 20 000 Quadratmeter angewachsen ist und der Betrieb mit derzeit 517 qualifizierten Arbeitsplätzen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Arbeitgeber für die Region geworden ist. In 60 Ländern der Welt setzen 1 300 zufriedene Kunden auf Irlbacher-Produkte.

Das von mittlerweile vier Familiengenerationen gelebte Verantwortungsgefühl gegenüber Firma und Mitarbeitern, der ständige Drang zur Innovation und die stete Bereitschaft, mit der Zeit zugehen oder ihr schon gar ein wenig voraus zu sein, gehören als weitere Mosaiksteine zur Erfolgsstory. Mitte/Ende der 1960er Jahre gab es durchaus auch eine kritische Zeit, als man durch den technischen Fortschritt am Scheideweg von der Manufaktur zur automatischen Fertigung angelangt war.

Es war aber zugleich auch die Geburtsstunde der noch heute gültigen Firmenphilosophie von kontinuierlichen Neuerfindungen und einer möglichst breiten Streuung der Angebotspalette. Dadurch erschlossen sich für die Firma Irlbacher schon bald neue Märkte und der Werkstoff Glas hielt Einzug in unzählige neue Produktbereiche. Die Palette der Spezialgläser in höchster Präzision reicht von Produkten für die Leucht- und Kaminofenindustrie über Lösungen für Architektur, Gebäudetechnik und Sanitär bis hin zum Maschinenbau, zu Forschung und Wissenschaft. Die Markenfamilie "IMPA" bildet auf den internationalen Märkten einprägsame Begriffe und ist das Synonym für hochwertiges, gehärtetes Glas, das thermisch und mechanisch sehr widerstandsfähig ist.

Kontinuierliche Expansion

Mit dem Entschluss aus dem Jahr 1989, neben dem in Dietersdorf am Standort Schönsee noch ein zweites Werk zu etablieren, legte die Irlbacher-Unternehmensgruppe den Grundstein für die bis heute andauernde Expansion von Produktionsflächen auf über 20 000 Quadratmetern. Und damit auch die kontinuierliche Erweiterung der Fertigungstechniken (weiterer Bericht folgt).
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