Mit Sonderzug angereist

Lokales
Schönsee
13.11.2015
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Denkmäler, wie derzeit die Kriegerdenkmäler dokumentieren Geschichte, können aber auch selbst eine solche vorweisen. Dies trifft auch auf das am 30. Oktober 1927 eingeweihte Ehrenmal in Schönsee und das am 5. Juli 1980 enthüllte Denkmal in Gaisthal zu.

Während die Gedenkfeier in Dietersdorf bereits am Freitag stattfand, folgt heute Stadlern, ebenfalls mit Kirchenzug, Gottesdienst um 17.30 Uhr in der Wallfahrtskirche und Gedenkfeier am Kriegerdenkmal. Am Sonntag macht Gaisthal den Anfang mit Gottesdienst um 8.30 Uhr in der Expositurkirche. Es folgt Weiding mit dem Gottesdienst um 9.30 Uhr sowie Schönsee um 10 Uhr; voraus gehen Kirchenzüge der Vereine einschließlich der Patenkompanie. Anschließend sind kirchliche und weltliche Gedenkfeiern mit Ansprachen.

Vor Ort gefertigt

Was das Ehrenmal in Schönsee anbelangt, so wurde es von einheimischen Steinmetzen aus vom nahen Stückberg angefahrenen Steinquadern vor Ort gefertigt. In der Grenzwarte wurde es als Obelisk, in das die Namen auf angebrachten ehernen Tafeln eingetragen sind, bezeichnet. Diese Tafeln waren Geschenke von einem Geheimrat Röchling von der bekannten Stahlindustrie. Sie wurden inzwischen von der Stadt mit Tafeln der Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkrieges ergänzt. Es wurde zuletzt von der Krieger- und Soldatenkameradschaft erneuert. Zur damaligen Einweihungsfeier am 30. Oktober 1927 waren die Mitglieder der Heimatvereine in München und Nürnberg mit Sonderzügen angereist; die Stadt war mit Triumphbögen und Fahnen geschmückt. Die Festansprache hielt Historiker und Ehrenbürger Franz Xaver Wellnhofer, der Gesang- und Orchesterverein sang ein Lied und von einem Zollinspektor wurden die Namen der Gefallenen von 1866, 1870/71 sowie 1914/18 verlesen. Die Organisation zur Errichtung oblag einem eigens gegründeten Ausschuss.

Was die Errichtung des Ehrenmals in Gaisthal vor 35 Jahren anbelangt, so geht es auf die Initiative der Feuerwehr unter ihrem damaligen Vorsitzenden Josef Berr zurück. Es wurde beim 110-jährigen Gründungsfests der Wehr am 5. Juli 1980 eingeweiht. Zur Finanzierung steuerte die Feuerwehr den Erlös aus Vereinsfesten bei, dazu kamen Spenden, während der Rest von der Stadt Schönsee geschultert wurde.

Aus Granitblock

Die Einweihung nahm Stadtpfarrer August Sparrer vor. Den Festprolog trug Hedwig Frischholz vor und Kommandant Josef Höcherl die Namen der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Auch zu diesem Ereignis waren die Heimatvereine aus München und Nürnberg vertreten. Das mit drei Kreuzen versehene Ehrenmal wurde vom verstorbenen Steinmetzmeister Anton Flöttl, Schönsee aus einem mächtigen Granitblock entworfen und gefertigt.
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