Mit Tod würdevoll umgehen

Lokales
Schönsee
11.03.2015
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"Über eine Taufe oder eine Hochzeit spricht man halt leicht; den Tod verdrängt man. Für viele Menschen ist das Sterben einfach ein Tabu-Thema, obwohl es jeden trifft".

In kleinen Gesprächsrunden der Besucher untereinander oder mit den Studenten der Hochschule für Film und Fernsehen München waren diese Aussagen nach der Vorstellung des Ergebnisses der bisherigen Dreharbeiten nicht zu überhören.

Im Medienraum der Schule informierte das Filmteam über ihr Vorhaben. Bereits im Januar gab es einen Informationsabend für Vereinsvorstände zum geplanten Film mit dem Thema "Endstation". Regisseurin Pauline Roenneberg freute sich über den guten Besuch und hieß besonders Bürgermeisterin Birgit Höcherl, Stadtpfarrer Wolfgang Dietz und Kirchenchorleiter Hubert Reimer willkommen. In der Vorstellung des Projekts hob sie hervor, dass der Film Menschen zeigen solle, bei denen der Tod im Alltag sehr präsent ist.

Liebevoll gedreht soll mit dem Thema Sterben würdevoll umgegangen werden. Dabei wolle das Filmteam auch sensibel und verantwortungsbewusst mit der Kamera dabei sein. Die Regisseurin bedauerte, dass der vom Filmteam erstellte Trailer vor der ersten Vorstellung im Januar bereits für Diskussionen gesorgt habe. Dennoch sei man überzeugt, dass man in Gesprächen mit der Bevölkerung den Sinn dieses Films positiv vermitteln könne. Gespannt verfolgten dann die Besucher auf der Leinwand bisher gedrehte Szenen mit dem örtlichen Bestattungsinstitut.

Von den Mitarbeitern des Filmteams aufgefordert, gab es anschließend in kleineren Kreisen untereinander oder auch mit Regisseurin, Kamerafrau und den Produzenten genügend Gesprächsstoff zu dem geplanten Film. Erfreulich für sie war es abschließend, dass an diesem Abend wieder viele Missverständnisse ausgeräumt werden konnten. Die fünf jungen Filmemacher haben inzwischen mit den Aufnahmen begonnen. Bis zum Sommer werden sie immer wieder für Dreharbeiten nach Schönsee kommen. Sie hoffen, für ihre Arbeit auch direkt bei einer Beerdigung dabei sein zu können. Für das ganze Team sei es selbstverständlich, dass dies nur in engster Absprache mit Angehörigen und mit deren Einverständnis erfolgen kann.
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