Mobil auch ohne Führerschein

Die Bürgerbusfahrer Willibald Nesner, Andreas Wirnshofer, Johann Wirnshofer und Koordinator Wilfried Paa (von rechts) freuten sich über die Anerkennung von Bürgermeisterin Birgit Höcherl (links) und (im Hintergrund) ihren Kollegen sowie Landrat Thomas Ebeling und Resortleiter Tim Dirmeier. Bild: gl
Lokales
Schönsee
13.12.2014
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Ohne Bürgerbus wäre das Vorankommen manchmal mühsam. Wer keinen Führerschein hat oder als Senior auf den Platz hintern Steuer verzichtet, weiß das nur zu gut. Wie sehr dieses Modell auf ehrenamtliche Fahrer baut, ist beim Jahresabschlusstreffen deutlich geworden.

Beim Jahresabschlusstreffen der Bürgerbusfahrer im Gasthof "Zum Frauenstein" in Weiding gab es gleich mehrere neue Gesichter, allerdings nicht bei den ehrenamtlichen Fahrern: Für Landrat Thomas Ebeling war es das erste Treffen mit den Fahrern. Neu war auch Tim Dirmeier vom Landratsamt. Er ist Nachfolger von Karl-Heinz Kagermeier, den Wegbegleiter des Bürgerbusses.

Die Schönseer Bürgermeisterin Birgit Höcherl würdigte auch im Namen ihrer Bürgermeisterkollegen aus Weiding und Stadlern die Leistung der ehrenamtlichen Bürgerbusfahrer und erwähnte den anspruchsvollen Einsatz beim "Advent im Wald". Die Bürgerbusfahrer leisten mit ihrem Ehrenamt einen wichtigen Beitrag für die Bevölkerung", schloss sie und lobte auch Koordinator Wilfried Paa von der Verwaltung. Landrat Ebeling, machte deutlich, welche Bedeutung dem Model Bürgerbus bei der Mobilität zukommt. Insbesondere die ältere Generation könne davon profitieren. Die Fahrer verdienten uneingeschränktes Lob und Anerkennung.

Niveau gehalten

Anschließend stellte sich Tim Dirmeier vor, der seit dem 1. September das Sachgebiet "Kreis- und Regionalentwicklung" betreut. Der Aufgabenbereich ÖPNV und damit auch der Bürgerbus fällt in dieses Resort Diermeier berichtete, dass die rund 2600 Fahrgäste im Jahre 2014 in etwa dem Niveau der Vorjahre entsprechen. Dem Rückgang in besser frequentierten Linien (S1 und S7) stünden Zuwächse in den anderen Linien (S4 und S5) gegenüber.

Nach dem Verlust von 5657 Euro beim Bürgerbus-Betrieb im Vorjahr rechne man heuer aufgrund der Vorsteuer-Rückerstattung voraussichtlich mit einem Gewinn von 1039 Euro. Die Fahrgasteinnahmen hätten leicht zugenommen, die Kosten für Reparaturen und Kraftstoff seien konstant geblieben, ebenso die Fahrleistungen mit etwa 11 250 Kilometern. Bei seinen Gesprächen mit den Nutzern der Bürgerbusse, so Dirmeier, sei ihm die Bedeutung der Einrichtung, insbesondere für ältere Personen und solche ohne Führerschein, so richtig deutlich geworden. Deshalb gebühre den ehrenamtlichen Fahrern Dank, Respekt und Anerkennung: "Ohne sie wäre es nicht möglich, den Bürgerbusbetrieb aufrecht zu erhalten". Erfreulich wäre es aber auch, wenn sich weitere Personen dazu bereiterklären könnten.

Kleine Entschädigung

Ein Korb mit Lebensmitteln und eine Wegzehrung vom Pascherverein, sowie der Weihnachtstaler vom Landrat waren als kleine Entschädigung für die engagierten Fahrer gedacht.
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