Nationalheiliger aus Böhmen

Lokales
Schönsee
27.09.2014
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Hier hat sich der böhmische Nationalheilige über die Grenze gewagt: In Schönsee ist ihm ist die Pfarrkirche geweiht, die das Ortsbild prägt. Am Sonntag, 28. September, feiert die Kirche ihr Patrozinium mit einem Festgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt. Der Kirchenchor sorgt für den musikalischen Rahmen.

Die Kirche ist 1333/34 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals war ihr Standort im Besitz der Herren von Hostau und Muttersdorf, die später an den Leuchtenberger Landgrafen verkauften. Kirchenpatron Herzog Wenzeslaus wurde von seinem Bruder Boleslaw am 28. September 929 ermordet und später heiliggesprochen. Das derzeitige Bauwerk mit seinem steilen Dach wurde nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1867 unter Stadtpfarrer und Ehrenbürger Michael Striegl errichtet. Von der früheren Ausstattung sind nur die beiden Apostelfiguren Sankt Petrus und Paulus am Hochaltar erhalten. Voraus gegangen waren im 15. Jahrhundert Zerstörungen, auch der Dreißigjährige Krieg hat Spuren hinterlassen. Bemerkenswert sind zwölf entlang den Kirchenbänken aufgestellten Zunftstangen. Zur Pfarrei gehören derzeit über 2500 Gläubige.
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