Pilsen - Kulturhauptstadt 2015: Kirchenchor Sankt Wenzeslaus gestaltet Gottesdienst - Großer ...
"Jauchzet dem Herrn" in Bischofskirche

Die Bischofskirche Sankt Bartholomäus in Pilsen war das Ziel des Kirchenchors Schönsee. Er beeindruckte dort mit der Gestaltung einer Messfeier. Bild: gl
Lokales
Schönsee
22.06.2015
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Für das, was noch nie bei einem Gottesdienst in der Pilsener Bartholomäuskirche passierte und auch in Tschechien unüblich ist, war der Kirchenchor Sankt Wenzeslaus aus Schönsee die Ursache: Der Chor gestaltete dort anlässlich von "Pilsen - Kulturhauptstadt 2015" einen Gottesdienst. Die zahlreichen Gottesdienstbesucher spendeten am Schluss Applaus für die besonderen Darbietungen.

Mit annähernd 50 Teilnehmern, darunter knapp 40 Sängerinnen und Sängern unternahm der Chor eine Tagesfahrt in die Kulturhauptstadt 2015. Den Schwerpunkt der Reise bildete die Feier eines festlichen Gottesdienstes in der Sankt Bartholomäuskirche (Bischofskirche), der vom Dompfarrer zelebriert und vom Chor aus Schönsee in hervorragender Weise musikalisch gestaltet wurde.

Unter der Leitung von Chorleiter Hubert Reimer sang der Chor die Motetten "Jauchzet dem Herrn" von Carl Thiel sowie das achtstimmige "Veni Creator spiritus" von Joseph Renner. Das "Halleluja" aus dem Oratorium "Der Messias" von Georg Friedrich Händel und das "Ave verum" von Wolfgang Amadeus Mozart rundeten das Musikprogramm ab. Den Schwerpunkt der Messfeier setzte der Chor mit der lateinischen Messe in "G-Dur" von Max Filke, begleitet von Diplom-Musiker Martin Ebenhöch an der Orgel und vom Streichorchester Willibald Wirth, das sich aus Musikern aus Weiden, Neustadt/WN und Floß zusammensetzte. Auf der großen Orgel in der Domkirche mit nahezu 80 Registern setzte auch Domorganist Pavel Smolik besondere Akzente.

Das anschließende Mittagessen wurde im Traditionslokal "Svejk" eingenommen. Im Anschluss daran unternahmen die Teilnehmer eine gut einstündige Stadtführung mit Václav Vrbík von der Tourist-Information Schönseer Land. Er hatte den Ausflug des Chors auch organisiert. Vrbík erwies sich als hervorragender Vertreter und Botschafter seiner Heimatstadt Pilsen. Beeindruckend dabei war der große Stadtplatz mit seinen Abmessungen von 139 mal 193 Metern, der damit zu den größten Plätzen in ganz Tschechien zählt; der Dom steht hier im Zentrum.

Pilsen ist erst seit 1993 eine Diözese geworden und wird von Bischof Frantisek Radkovský geleitet. Die Häuser um den Stadtplatz sind alle neu restauriert worden, wobei das Rathaus und das Kaiserhaus besonders hervorstechen. Die Besichtigungen des J.K.-Tyl-Theaters, der großen Synagoge, der Parkanlagenring, das Franziskanerkloster mit der Mariä-Himmelfahrt-Kirche sowie des Westböhmischen Museums rundeten den Stadtspaziergang ab. Nach einer Kaffeepause trat man schließlich mit großartigen Erlebnissen im Gepäck die Heimfahrt an.
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