Sänger des Gesang- und Orchestervereins Schönsee treten zum 41. Mal in Nürnberger Frauenkirche ...
Auftritt mit Kult-Status

Zum 41. Mal traten die Sänger des Gesang- und Orchestervereins Schönsee (im Hintergrund) mit der Waldlermesse in der Nürnberger Frauenkirche auf. Bei der begleitenden Stubenmusik wirkte Kulturbund-Preisträger Max Göllner (rechts) als Gastinterpret mit. Bild: hfz
Lokales
Schönsee
17.12.2014
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Das Publikum in der Frauenkirche lauschte ergriffen: Der Wohlklang Oberpfälzer Männerstimmen wurde beim Nürnberger Christkindlesmarkt wieder mit zwei bestens besuchten Auftritten belohnt.

Wenn der Gesang- und Orchesterverein in der Frankenmetropole die Stimmen zur Waldlermesse erhebt, hat das bei vielen Nürnbergern mittlerweile Kult-Status. Auch beim 41. Auftritt in Folge (seit 1974) strömten die Gläubigen und Zuhörer regelrecht zu den zwei Gottesdiensten in die Frauenkirche am Hauptmarkt.

Geschenk aus der Heimat

Im internationalen Prospekt des weltberühmten Christkindlesmarktes war die Darbietung der Schönseer sogar englisch angekündigt: Die "Woodsmen's mass with Schönsee/Upper Palatinate choral and orchestra society" lockte aber auch wieder viele ehemalige Oberpfälzer an, die mittlerweile teilweise weit über Nürnberg hinaus ein neues Domizil gefunden haben. Sie betrachten die jährliche Darbietung als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk aus der früheren Heimat.

Die Sänger und Instrumentalisten wurden bei der Ankunft vor der Frauenkirche von ihrem Ehrenmitglied Albert Tischler, Vorsitzender des Heimatvereins Schönsee und Umgebung, erwartet. Dieser setzt sich seit Jahrzehnten nicht nur für die Sänger, sondern auch für weitere Gruppen ein und wird zuweilen auch als "Schönseer Außenminister in Nürnberg" bezeichnet. Diesmal hatte er im "Bratwurströslein" Plätze für ein Frühstück reserviert.

Bei den beiden Gottesdiensten am Vormittag war die Kirche wieder voll besetzt. Während die Sänger um Chorleiter Andreas Wirnshofer und die Stubenmusik unter dem dreiflügeligen Tucher-Altar und der Statue des heiligen Wenzeslaus, übrigens Patron der Schönseer Pfarrkirche, Aufstellung genommen hatten, leitete zunächst die Jagdhorn-Bläsergruppe "Brauner Hirsch" den Gottesdienst ein. Beeindruckend war die Ergriffenheit und absolute Ruhe der Gottesdienstbesucher.

Gesang im Wirtshaus

Pfarrer Markus Bolowich würdigte den Gesang und die ersichtliche Heimatverbundenheit. Nach dem Schlusslied "Jetzt geh i voll Frieden ins Waldhütterl nauf" dankte er den Musikanten für ihre Darbietungen im Fränkischen und meinte schmunzelnd: "Jetzt könnt ihr wieder zufrieden nach Bayern heimfahren". Auf der Rückreise machten die Sänger noch Station im "Weißen Lamm" in Kornburg. Dort trugen sie den Wirtsleuten und Gästen einige Lieder vor, während sich Vorsitzender und Chorleiter Andreas Wirnshofer bei Albert Tischler mit einer Oberpfälzer Brotzeit bedankte.
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