Sandstrand am Moorbad-Ufer

Diese Skizze des Architekturbüros Schönberger beinhaltet viele Komponenten für das Freizeiterlebnis "Moorbadeanlage". Dazu gehören ein organisches Ufer (vorne) mit Wasserspielplatz, sowie gegenüber Sandstrand mit Sonnenschirmen und Holzdielen zum Liegen, sowie links Umkleide/Duschen, Kiosk und Wärmepavillon. Bild: hfz
Lokales
Schönsee
30.09.2015
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Im EFRE-Förderprogramm haben Freibäder keine Chance. Bürgermeisterin Birgit Höcherl und die Stadträte wollen für die Sanierung der Moorbadeanlage in Schönsee aber trotzdem "viel Geld in die Hand nehmen". Attraktionen und ein "Brückenland-Spielplatz" sind im Gespräch.

Über die Kosten wollten und konnten die Architekten Christian und Korbinian Schönberger am Dienstag in der Stadtratssitzung noch nichts sagen. Sie möchten erst "Fördertöpfe abklopfen", die es laut VG-Chef Mattias Jeitner für verschiedene Konzepte auch gibt. Die Stadträte jedenfalls waren von der Ideen-Präsentation fasziniert.

Viele Mängel

"Wir haben einen langen Weg vor uns", bekräftigte Bürgermeisterin Birgit Höcherl. Sie stellt für die Stadträte eine Freibad-Besichtigungstour zusammen, "und dann müssen wir uns Schritt für Schritt antasten." Christian Schönberger ging darauf ein, wie man das Moorbad gestalterisch ertüchtigen kann und lenkte den Blick zunächst auf die Mängel: Beton-Korrosion, schadhafte Holz-Pergolen, drei ungepflegte Tennisplätze, schadhafte Tischtennisplatte, zu wenig Beschattung.

Korbinian Schönberger stellte die Planung für drei mögliche Bauabschnitte vor: Infrastruktur, Matsch-Spielanlage, Abenteuerspielplatz mit Hängebrücke. Die Planskizzen enthielten Sonnenschirme am kleinen Ufer-Sandstrand, überdachte Holzdielen zum Liegen, Rutsche und Seilbahn ins Wasser, Trittsteine, Wasserfontäne, einen reinen Schwimmbereich und ein saniertes Beach-Volleyballfeld. Die Illustration von einem Wasserspielplatz "wie er sein könnte", begeisterte die Stadträte.

Eine Hängebrücke zur Insel oder über den Weg würde das "Brückenland" thematisieren, was der Bürgermeisterin als Motto für den neuen Spielplatz schon länger vorschwebe. Wie Christian Schönberger betonte, werde dieser bewusst nach hinten ins Gelände gerückt und damit weg von der Wohnbebauung. Er sprach auch Hecken und Zäune als Schallschutz auf städtischen Bereich an. Nachdem nur ein Tennisplatz saniert werden soll, wäre Platz für ein dreiteiliges Gebäude für Umkleide/Dusche/WC, Kiosk und verglasten Pavillon als Wärmehalle.

Kalt und sauber

Damit stand das Thema Wassertemperatur zur Diskussion. "Das Bad ist zu kalt", lautet laut Christian Weinfurtner oft die Kritik. Trotz Konzept "Naturbad" wäre es gemäß Christian Schönberger möglich, das Wasser mittels Heizmodulen am Boden zu erwärmen. Aber dann müsse man mit Verkeimung und einem Algenproblem rechnen. Eine Möglichkeit wäre es, einen Bereich im seichten Wasser abzutrennen und den Einlauf zu verlegen. "Das Bad gehört saniert und zwar mit einer gewissen Außenwirkung und Aufenthaltsqualität für junge Eltern", betonte Josef Irlbacher. Diese sollten auch in die Planungsphase eingebunden werden.

Die Tourismusregion Schönsee könnte jedenfalls mit einem attraktiven Naturbad punkten. Der Auftrag an die Architekten lautete deshalb am Dienstag: "Fördertöpfe abklappern!"
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