Schuldenfrei ins Schrumpfen

Ein ganzes Paket an Zahlen hatte Kämmerer Josef Meier bei der Bürgerversammlung dabei. Bild: gl
Lokales
Schönsee
30.11.2015
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Die Zahlen geben auf den ersten Blick Entwarnung: Schönsee ist seit 2013 schuldenfrei. Doch ein anderer Posten trübt das Bild, das Kämmerer Josef Maier bei der Bürgerversammlung vorstellte.

Genau 733 037 Euro Rücklagen hat die Stadt - aber die Einwohnerzahl schrumpft; 2493 waren es im Dezember 2014. Das wirkt sich auch auf Grundschule, Kindergarten und Kinderkrippe aus. Kämmerer Josef Maier hatte noch mehr Zahlen anzubieten. Der Verwaltungshaushalt umfasst 4,13 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt rund 2,7 Millionen Euro. Die geplanten Zuführung in die Rücklagen beträgt 103 900 Euro, diese wird dann auf 733 037 Euro anwachsen. Allerdings stehen bis 2019 1,7 Millionen Euro Kreditaufnahmen in der Finanzplanung.

An Gewerbesteuer wurden für 2015 eine Million Euro eingeplant, diese Summe werde aber nicht erreicht. Die Kalkulation bei den Kanalgebühren machte aufgrund der Kläranlagenerneuerung eine Erhöhung von 0,92 Euro auf 2,45 Euro pro Kubikmeter erforderlich. Auch die Friedhofsgebühren pro Grabstelle mussten auf 21,50 Euro jährlich angepasst werden. Kostenträchtigstes Projekt war die Sanierung der Deponie mit fast zwei Millionen Euro. Bei 94,04 Prozent Zuschuss von der Gesellschaft für Altlastenbeseitigung muss die Stadt aber nur 116 038 Euro tragen.

Bauhofleiter Josef Haberl war es dann, der die Maßnahmen kommentierte. Sie reichten von der Erneuerung von Stegen im Kurparkbereich über Reparaturen am Kanal- und Wasserleitungsnetz bis hin zu Anlagenpflege sowie Arbeiten im Kindergarten und im Gaisthaler Friedhof. In ihrem Ausblick nannte Bürgermeisterin Birgit Höcherl neben der Schule und dem Moorbad (wir berichteten) auch Pläne für Urnengräber im Friedhof und die Erneuerung der Pfarrgasse und weiterer Straßen. Für den 22. Mai steht ein bayerisch-böhmischer Kunsthandwerksmarkt an, parallel dazu feiert die Erzeugergemeinschaft "Land&gut" ihr 20-Jähriges. Erfreulich ist es für Höcherl, dass das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) als Koordinator für die Landesausstellung Kaiser Karl IV. fungiert. Ihm verdankt Schönsee die Marktrechte.

In der kurzen Diskussion ging es um den Zeitpunkt für den Abbruch des ehemaligen Schulgebäudes im Ortskern, ein Termin steht noch nicht fest. Gegner einer Beseitigung der Kastanienbäume beklagten die mangelnde Beachtung einer Unterschriftenliste. Höcherl verwies wiederholt darauf, dass der Stadtrat aufgrund der Gefährdung durch marode Bäume diese Entscheidung gefällt habe, auch sie bedauere den Verlust der Bäume. Für nachgepflanzte Kastanienbäume entlang der Hauptstraße ist eine Bodenverbesserungen vorgesehen.

Den Bürgern wurde auf Nachfrage auch versichert, dass ihr Grüngut im Recyclinghof angenommen wird und dass die Stadt über ausreichend Gewerbeflächen verfügt.
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