Schule hat endgültig ausgedient

Eine der Möglichkeiten, die Freifläche nach Abbruch des ehemaligen Schulhauses neu zu gestalten.
Lokales
Schönsee
07.05.2015
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Nachdem das im Jahre 1889 errichtete Schulhaus über drei Generationen ohne besondere Veränderungen seine Aufgabe erfüllte, steht nach einem Schulneubau und privater Nutzung dessen Abbruch an. Die Eigentümergemeinschaft hat das Haus der Stadt als Schenkung angeboten.

Die Planungen zur Neugestaltung des Areals waren Gegenstand einer Informationsversammlung im Medienraum des neuen Schulgebäudes. Vorläufiger Sachstand ist, so Sachbearbeiter Waldemar Hansl, dass die Schenkung und ein Abbruch nach Verhandlungen mit Denkmalamt und Regierungsstellen und des Straßenbauamtes möglich ist. Zu einer möglichen Städtebauförderung sind entsprechende Planungen erforderlich.

Diplomingenieur Siegi Wild, der für die Stadt seit 1985 als städtebaulicher Berater fungiert, merkte an, dass in Schönsee diesbezüglich schon sehr viel bei entsprechender Förderung verwirklicht wurde. Bei geplanten Maßnahmen werden nach der erforderlichen Anmeldung bei der Stadt entsprechende Beratungen angeboten. Die Förderungen betragen 30 Prozent, maximal 30 000 Euro pro Maßnahme, die erst nach Bewilligung begonnen werden dürfen.

1 500 Quadratmeter

Was das Areal des ehemaligen, dreigeschossigen Schulgebäudes mit 1 500 Quadratmeter Wohnfläche anbelangt, so existieren erhebliche Bauschäden. Der Baukörper ist auch ursächlich für eine Engstelle an der mit der Staatsstraße 2159 identischen Hauptstraße. Der Niveauunterschied zum angrenzen Kirchenvorplatz beträgt 4,50 Meter. Bei der Gestaltung der durch den Abbruch entstehenden Freifläche gebe es verschiedene Varianten, die der Städteplaner neben zahlreichen Ansichten und Beispielen vorstellte, wobei auch die oberhalb befindliche Pfarrkirche und Kapelle optisch eine Rolle spielen.

Mehrere Varianten

Es bestünde die Möglichkeit, die Außenmauer als Stützmauer zum Kirchenvorplatz zu nutzen oder diesen zu erweitern. Bei der Gestaltung der Freifläche sei eine Terrassierung oder eine Mauer zur Hauptstraße denkbar, wie auch ein Vorgebäude bei der Kapelle. Dazu käme als weitere Möglichkeit der Erstellung eines neuen Zweckgebäudes als Vorgabe von den Fachstellen. Zweiter Bürgermeister Josef Irlbacher sah mit dem Abbruch des Gebäudes die Chance zur Beseitigung der Straßenengstelle für Verkehr und Fußgänger und verbesserten Anblick der Kirche, auch bei erhöhter Freifläche. Altbürgermeister Hans Eibauer erachtet eine bauliche Nutzung mit kleineren Bauwerken als wichtig. Es wurde auch der Zugewinn für Aufenthaltsmöglichkeiten trotz der etwa zwei bis drei Meter erhöhten Freifläche angesprochen. Stadtrat Andreas Hopfner regte an, auch die umliegenden Privatgebäude in die Maßnahme einzubinden.

Mit der Bitte, auch an die Bevölkerung, sich intensiv mit der Neugestaltung des markanten Standortes zu befassen, Möglichkeiten offen zu lassen und die Chancen einer damit verbundenen öffentlichen Förderung zu nutzen, beendete Bürgermeisterin Birgit Höcherl die harmonische Informationsversammlung.
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