"Sorgen-Projekt" im Blickpunkt

Das derzeit leerstehende Lehrerwohnhaus neben der Grundschule bereitet dem Schönseer Stadtrat Sorgen. Aufgetretene Schäden machen eine Renovierung erforderlich. Bild: gl
Lokales
Schönsee
17.09.2015
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Verkaufen, sanieren oder planieren? Noch ist offen, was in Zukunft mit dem Lehrerwohnhaus bei der Volksschule passiert. Denkanstöße für die Schönseer Stadträte lieferte Architekt Christian Schönberger.

Das unweit des Schulgebäudes liegende Lehrerwohnhaus hat sich in der Vergangenheit zu einem "Sorgen-Projekt" in der Stadtgemeinde entwickelt. Das Anwesen, ursprünglich mit einem Flachdach versehen, wurde früher als Wohnung des Hausmeisters genutzt. Es folgte eine umfassende Sanierung und die Ergänzung mit einem Satteldach. Das Haus war mehrmals vermietet, derzeit ist es unbewohnt.

Dämmen mit Holz

Der Leerstand hängt auch mit lokalisierten Schäden im Gebäude zusammen, weshalb Architekt Christian Schönberger beauftragt wurde, eine erneute Sanierung zu überprüfen. In der öffentlichen Stadtratssitzung am Dienstag berichtete er von seiner Besichtigung in dem unterkellerten und für zwei Wohneinheiten vorgesehenen Objekt. Als Ursache für die Schimmelbildung machte Schönberger mangelhafte Durchlüftung aus, er diagnostizierte aber auch fehlende Wärmedämmung an verschiedenen Punkten, außerdem seien ungeeignete Anstriche verwendet worden. Zur Ursachenbeseitigung empfahl Christian Schönberger die Möglichkeit einer Außendämmung mit Holzverkleidung, eine Verbesserung der an sich funktionierenden Heizung durch die Unterstützung mit Solarstrom. Weitere Möglichkeiten seien die Einhausung des Kellerabganges, eine Verbesserung der Wasserinstallation, sowie weitere vorgeschriebenen Maßnahmen. Die Kosten würden sich bei möglichen Varianten um die 140 000 Euro belaufen. Mögliche Zuschüsse für eine Wärmedämmung hielten sich allerdings in Grenzen. Bei einem Abbruch des Gebäudes als Alternative rechnete der Architekt mit Kosten von etwa 20 000 Euro.

In der anschließenden Diskussion freundete sich Stadtrat Josef Fleißer mit einem Abbruch an, während sich Gremiumsmitglied Josef Eibauer für eine Teilsanierung und verbesserte Durchlüftung aussprach. Dies bezeichnete der Architekt zwar als möglich, es sei jedoch kostenmäßig nicht zielführend. Dagegen plädierten die Räte Johann Pfistermeister und Michael Ebnet für einen Verkauf der Immobilie. Bürgermeisterin Birgit Höcherl sah die Informationen durch den Architekten als Basis für weitere Überlegungen, die zu einer späteren Entscheidung durch den Stadtrat führen könnten.

Busbuchten abgelehnt

Im Anschluss informierte die Bürgermeisterin über das Ergebnis einer Verkehrsschau am 12. August. Zur Änderung einer Zufahrt an der Kreisstraße SAD 44 Richtung Schwand sei noch eine Stellungnahme abzuwarten. Ablehnend äußerten sich die beteiligten Fachleute zur Forderung, beim Ausbau der Ortsdurchfahrt in Dietersdorf Busbuchten zu errichten. Damit war insbesondere Michael Ebnet nicht einverstanden. Bürgermeisterin Höcherl sicherte zu, das Anliegen bei einer der nächsten Ausbaubesprechungen erneut einzubringen.

Nachdem die Geschwindigkeitsmessgeräte der Verkehrswacht jeweils nur kurze Zeit zur Verfügung stehen, wurde als Alternative zur Diskussion gestellt, selbst entsprechende Geräte zu erwerben. Dafür müsse mit Kosten von 1000 Euro aufwärts gerechnet werden. Das Anliegen einer Verkehrsberuhigung bleibt somit bestehen (weiterer Bericht folgt). Außerdem befasste sich das Gremium mit einer Nachgenehmigung zur bereits verabschiedeten Bauvoranfrage Flöttl bezüglich einer Verlagerung der Zufahrt.
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