Spitzen-Kunst mit Renommee

Friederike und Herwig Hauer (von links) sind vom Spitzenklöppeln fasziniert. Für ihre Unterstützung erhielten sie von Frieda Roith (rechts) einen übergroßen, aus Holz gedrechselten Klöppel. Bild: gl
Lokales
Schönsee
16.12.2014
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Diese Handarbeit ist buchstäblich "Spitze": Der Klöppelkreis Schönsee-Stadlern-Tiefenbach hat im vergangenen Jahr wieder seine Fingerfertigkeit unter Beweis gestellt.

Bei der Jahresabschlussfeier blickten die fleißigen Handarbeiter auf viele Aktivitäten zurück. Klöppelkreis-Sprecherin Frieda Roith dankte Bürgermeisterin Birgit Höcherl für die Möglichkeit, ihre geklöppelten Raritäten noch bis Ende Januar im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) bei der Ausstellung des Deutschen Klöppelverbandes präsentieren zu können. Sie würdigte Josef Köck, der in seinem Klöppelshop den Vertrieb des alljährlich herausgegebenen Kalenders unterstützt. Zum Dank gab es einen von einem Glasbläser angefertigten Klöppel.

Klöppeltage in Planung

Die Bürgermeisterin lobte die Aktiven für ihr Wirken um Erhalt und Weitergabe dieser traditionellen Tätigkeit. Höcherl verwies auf die Vorbereitungen der für 2015 geplanten "Schönseer Klöppeltage". Mit einem finanziellen Beitrag der Stadt Schönsee an den Klöppelkreis unterstrich sie die allgemeine Anerkennung.

Neue Begeisterung

In ihrem Ausblick auf das kommende Jahr erwähnte Frieda Roith die für Anfang Juni in Schönsee geplanten Klöppeltage sowie die Arbeiten für den Klöppelkalender sowie die Planungen für eine erneute Fahrt zum Klöppelfestival in Ljubljana (Slowenien), die schon heuer ein Höhepunkt im Vereinsjahr war. Eine feste Einrichtung seien die monatlich stattfindenden Klöppel-Hutscha-Abende. Besonders erfreut zeigte sich Frieda Roith über die tatkräftige Unterstützung bei allen Projekten durch den Klöppelkreis. Zufrieden bemerkte sie, dass wieder neue Interessenten, besonders aus der jüngeren Generation, für das Spitzen-Handwerk begeistert werden konnten.

Eine besondere Würdigung erfuhr das Ehepaar Friederike und Herwig Hauer aus Regensburg. Sie waren 2013 beim Jahreskongress des Deutschen Klöppelverbandes auf die Handarbeitskunst aufmerksam geworden und sind seither davon fasziniert. Mit vielen originellen Einfällen unterstützen sie seither die Tätigkeit des Arbeitskreises. So präsentierten die Hauers bei der Eröffnung der derzeit laufenden Ausstellung zwei "Klöppel-Lieder" sowie eine melodisch verpackte Laudatio auf Frieda Roith. Dieses Engagement würdigte die Klöppelkreis-Sprecherin mit der Übergabe eines gedrechselten, überdimensionalen Klöppels, in den auch Hochprozentiges passt. Ehe schließlich der gemütliche Teil der Abschlussfeier beginnen konnte, bedankten sich auch die Mitglieder des Klöppelkreises bei Frieda Roith mit einem Geschenk für ihren Einsatz.
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