Stadtrat steht vor Entscheidung: Sanieren oder abreißen - Zuschuss für Dienstfahrzeug
Lehrerwohnhaus zur Debatte

Lokales
Schönsee
30.01.2015
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"Damit haben wir uns schon häufig befasst", eröffnete Bürgermeisterin Birgit Höcherl den Tagesordnungspunkt "Lehrerwohnhaus Schönsee". Nachdem eine Mietanfrage eingetroffen ist, sich das Haus aber derzeit in einem unvermietbaren Zustand befindet, sollte über eventuelle Sanierungsmaßnahmen nachgedacht werden.

"Was machen wir mit dem Haus?", fragte Höcherl in die Runde. "Wollen wir es herrichten, damit es bewohnbar ist?" In diesem Fall sollte ein Architekt eingeschaltet werden. Das Lehrerwohnhaus so stehen zu lassen wie es ist, sei "nicht das Gelbe vom Ei". Michael Präßl wollte wissen, wie viel Geld die Stadt bei einer Sanierung in die Hand nehmen müsse. "Da zahlen wir drauf", war die Meinung von Hans Pfistermeister. Sein Rat: "Verkaufen oder abreißen!" "Ich bin für alles offen, aber wir müssen zu einer Entscheidung kommen", betonte die Bürgermeisterin. Amtsrat Josef Spachtholz berichtete von Stockflecken aufgrund von Kältebrücken. "Das Haus ist zwar nicht ganz gut beieinander, aber wir sollten es von einem Architekten anschauen lassen, was eine Sanierung kosten würde und dann erst entscheiden", sagte Dritter Bürgermeister Josef Höcherl. Dieser Meinung war auch Hans Schieber, schließlich seien Dach und Fenster neu. Die Bürgermeisterin schlug vor, sich in der nichtöffentlichen Sitzung für ein Architekturbüro zu entscheiden. Im Februar soll eine Ortsbesichtigung angesetzt werden, damit auch die neuen Stadträte das Gebäude beurteilen können.

Mit Einverständnis aller Räte wurde ein zusätzlicher Punkt in die Tagesordnung aufgenommen. Dabei ging es um einen weiteren Zuschussbedarf für das neue Dienstfahrzeug der Rotkreuzgemeinschaft. Diese verfügt wieder über ein funktionsfähiges Auto für den vielseitigen Sanitätsdienst. Die Finanzierung erfolgte über den "Förderverein der Rotkreuzgemeinschaft Schönsee" und insbesondere durch Spenden der Kommunen und Geschäftswelt. Allerdings ist eine weitere Ausstattung (Signalanlage und Funk) erforderlich, was weitere 5000 Euro kosten wird.

Der Stadtrat Schönsee stimmte am 1. April 2014 einer Förderung mit 3000 Euro für den Ankauf zu, die bis 5000 Euro aufgestockt werden könnten. "Diese 2000 Euro würden sich nun auf 3000 Euro erhöhen", führte Birgit Höcherl an; die Gemeinden Stadlern und Weiding legen je 1000 Euro dazu. Die Räte waren einstimmig dafür, so dass die Stadt Schönsee das Dienstfahrzeug nun mit insgesamt 6000 Euro bezuschusst.
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