Stimmen aus dem Jenseits

Darsteller und Helfer (vorne von links): Stelzl (Herbert Spichtinger), "Stimme des Himmels" (Norbert Veitenhansl), Bemmerl (Ludwig Zwick). Stehend von links: Resi Schellnberger (Birgit Höcherl), Anderl (Johannes Gillitzer), Haushälterin Fine (Sabine Meindl), Anna (Magdalena Höcherl), Lisa Lehner (Souffleuse), das Ehepaar Froschmeier (Elvira Hirmer und Josef Wirnshofer), KF-Vorsitzender/Bühnentechnik Hans Herrmann.
Lokales
Schönsee
29.12.2014
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"Der Himml woart niad!" Darum muss sich auch der im himmlischen Wartezimmer sitzende Polizeibeamte Stelzl beeilen. Er soll den verstorbenen Schreinermeister Bemmerl schnellstens in den Himmel bringen und kann sich dabei bewähren. Doch der Verstorbene hat noch viel vor.

Polizist Stelzl (Herbert Spichtinger) muss sich bei diesem Auftrag seine himmlischen Flügel verdienen. Als Geister werden er und Bemmerl (Ludwig Zwick) auf der Erde unsichtbar sein. Sollte das Zeitlimit von 24 Stunden von beiden nicht eingehalten werden, schließt sich das Himmelstor bis zum Sankt Nimmerleinstag.

Verbindung aufnehmen

Stelzl stellt sich diesen Auftrag zunächst sehr einfach vor, aber als er dann, aus himmlischen Höhen wieder auf der Erde, Bemmerl abholen will, zeigt dieser sich von Stelzls Eile unbeeindruckt. Schließlich müsse er seiner Tochter Anna (Magdalena Höcherl) noch so viel sagen. Auch sein Geselle Anderl (Johannes Gillitzer) sei manchmal etwas schusselig und brauche noch seine Unterstützung. Nur langsam, und immer wieder von Stelzl daran erinnert, dass er unsichtbar sei und auch seine Worte niemand verstehe, begreift Bemmerl, dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt. Anna und Anderl sehen schwierige Zeiten auf die Schreinerei zukommen, weil ein großer Auftrag geplatzt ist. Beide sind sich aber einig, dass die drohende Insolvenz abgewendet werden kann. Haushälterin Fine (Sabine Meindl) ist gepackt von ihren Gruselromanen und will, gemeinsam mit Anderl, Verbindung zu Bemmerl aufnehmen, was aber einfach nicht funktionieren will.

Unter den Trauergästen kommt Vetter Froschmeier (Josef Wirnshofer) mit seiner Frau (Elvira Hirmer) angereist. Sie durchsuchen den gesamten Hausstand und packen auch so manches wertvolle Stück ein. Dabei fällt ihnen auch das Schreiben der Lottogesellschaft in die Hände, das über einen Gewinn von einer Million Euro informiert. Allerdings erfordert die Auszahlung auch die Vorlage des Tippscheines. So gibt es bei der Suche nach diesem wichtigen Beleg allerhand Durcheinander.

Bemmerl und Stelzl finden als Geister schließlich doch noch einen Weg, die hinterhältigen Erbschleicher zurechtzuweisen. Nicht zu vergessen ist dabei die Hilfe von der Schellnberger Resi (Birgit Höcherl), die, immer ein geistreiches Getränk in ihrer Schürzentasche, anscheinend die Stimmen aus dem Jenseits vernehmen kann. Wenn dann in der Geisterstunde Bilder zu wackeln beginnen, Bücher aus den Regalen fallen und sich Schrankschübe selbstständig machen, überwiegt die Angst vor dem Geist des Verstorbenen die Gier nach dem Millionengewinn. Fix und fertig geben die beiden voll Reue ihren Plan auf. Für die Zukunft der Schreinerei wendet sich schließlich alles zum Guten und Bemmerl willigt zum Gang in den Himmel ein. Die Rollenverteilung wurde wieder treffend für alle Mitwirkenden gefunden und unter der Regie von Birgit Höcherl jede Handlung akribisch einstudiert. Szenenbeifall und ein lange anhaltender Schlussapplaus bestätigten den Laienspielern der Kolpingfamilie wieder besten Einsatz auf der Bühne im Caritashaus. Kolpingvorsitzender Hans Herrmann dankte allen Spielern und Helfern für den Einsatz.

Technik und Maske

"Der Himmel woart niad" fordert aber auch ansprechende Technik hinter den Kulissen. Diese ist unter Leitung von Hans Hermann und Johannes Gillitzer bestens angepasst. Als Maskenbildner leisten Kerstin Frank und Lisa Lehner ganze Arbeit. Seine Erfahrung als Malermeister hat Ludwig Ebnet beim Bühnenbild eingebracht. Auch für Imbiss und Getränke in den Pausen ist gesorgt.
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