Stresspunkt am Kolben

Beim "Maisfeldtag" der Raiffeisen Waren GmbH in Weiding lieferte ein Versuchsfeld die optischen Kriterien für den besten Erntezeitpunkt. Fachberater standen den Landwirten dabei beratend zur Seite. Bild: gl
Lokales
Schönsee
24.09.2014
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Beim "Maisfeldtag" rückt die optimale Sortenwahl in den Mittelpunkt des Interesses. Auf dem Versuchsfeld geben verschiedene Experten den Landwirten Hinweise auf den idealen Ernte-Zeitpunkt.

"Die allerorten sichtbaren stattlichen Bestände auf den Maisfeldern bräuchten noch mindestens zwei Wochen entsprechende Temperaturen für eine Reife." So kalkuliert Konrad Werner, einer der drei Fachberater, auf dem Versuchsfeld beim "Maisfeldtag", einer Veranstaltung der Raiffeisen-Waren GmbH. Der Fachmann stellte klar, dass die Ernte der jeweiligen Sorten auch von der Höhenlage abhängt. Der Termin müsse deshalb dem Klima angepasst werden. Die richtigen klimatischen Voraussetzungen waren gegeben, als Geschäftsführer Michael Herrmann auf dem von Günther Bock zur Verfügung gestellten Versuchsfeld mit zahlreichen Maisanbauern die Pflanzen unter die Lupe nahm. Die Fachleute zeigten an den übersichtlich gekennzeichneten Flächen auf, wie sich die Ernte rein optisch beurteilen lässt. Die Saatgutzüchter steuerten weitere Informationen bei.

Neue Züchtungen

Konrad Werner (RAGT Saaten) berichtete, dass in diesem Jahr die Sorte "Mixxture" gut eingeschlagen habe. Gute Eigenschaften haben seiner Einschätzung nach auch die Sorten "Saludo" sowie die für Silo- und Körnermais bewährten "Laurino" und "Geoxx". Es gebe auch neue Züchtungen, die sich aber noch bewähren müssten. Zugleich stellte er noch verschiedene gezüchtete Weizensorten vor, die sich für den Nachbau eignen. Der teilweise unbekannte Grannenweizen habe den Vorteil, dass er von Wildschweinen gemieden wird. Auch Helmut Fischer vom Saatguterzeuger Dekalb präsentierte seine Firma und die einzelnen Maissorten. Er erläuterte, inwieweit die Bezeichnungen Hinweise auf Reifezeit und Zulassungsjahr geben. Außerdem zeigte er auf, wo sich an den Kolben aller Sorten sichtbare Folgen von klimatischem Trockenstress bemerkbar machen. Die Pflanzen benötigen in bestimmten Phasen viel Wasser und bei der Zuckerbildung warme Nächte. Erstmals dabei war Ivar Westermann von Stroetmann-Saat, der die Sorten "Gitago" und "LG 30/32" vorstellte.

Abschlag für Frühbesteller

Andreas Ebnet, Mitarbeiter der Raiffeisen GmbH, empfahl, den Bedarf an Saatgetreide wegen der Beschaffungszeit rechtzeitig zu melden; beim Saatmais gebe es sogar einen Frühbezugsabschlag. Von Konrad Werner gab es Hinweise zur Drahtwurmbekämpfung, bevor die Diskussion um die idealen Maissorten bei einer Brotzeit im Gasthof Frauenstein fortgesetzt wurde.
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