Über Grenzen hinweg

Lokales
Schönsee
08.11.2014
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Das 35. Treffen der Verantwortlichen der Polizeibehörden entlang der Grenze befasste sich an zwei Tagen im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) mit der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, insbesondere der Drogendelikte.

Ständiges Thema der zweimal im Jahr stattfindenden bayerisch-tschechischen Polizeikonferenz ist die Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Polizeidienststellen der verschiedenen Ebenen.

Der Gedankenaustausch fand unter der Leitung von Polizeipräsident Rudolf Kraus, Polizeipräsidium Oberpfalz, und Oberst Mgr. Jaromir Knize, Bezirksdirektion der Polizei der Region Pilsen, statt. Bei seinen Begrüßungsworten war sich Polizeipräsident Rudolf Kraus sicher, dass die überall im Haus spürbare grenzüberschreitende Atmosphäre im CeBB die Beratungen beflügeln werde. CeBB-Leiter Hans Eibauer stellte die Schwerpunkte der Arbeit vor. Nach den intensiven Gesprächen des ersten Tags machte die Delegation Halt zu einer Betriebsbesichtigung beim Unternehmen Irlbacher Blickpunkt Glas GmbH.

Gute Perspektiven

Geschäftsführer Günther Irlbacher und Betriebleiter Martin Kreuzer begrüßten die Gruppe. "Ich habe bewusst darum gebeten, die Firma Irlbacher besuchen zu dürfen, denn sie ist ein Musterbeispiel dafür, wie die Grenzregion, in der wir als Polizeibeamte auf beiden Nachbarseiten für die Sicherheit verantwortlich sind, wirtschaftlich prosperiert und vielen jungen Leuten eine Perspektive gibt" begründete Polizeipräsident Kraus die zwei Stunden praxisbezogenen Wirtschaftsunterricht.

Günther Irlbacher verstand es bestens, hochkomplexe Entwicklungen, wie für das derzeit anspruchsvollste Produkt, eine im Unternehmen konzipierte und produzierte Baugruppe mit 380 Einzelteilen, auch für Laien anschaulich zu erklären. In zwei Gruppen ging es durch die Hallen mit Schneiden, Schleifen, Maschinenbau, Wasserstrahlen, Härten, Bonden, Siebdrucken und Endbearbeiten. "Auf was seid ihr am meisten stolz?", war die Frage eines Polizeipräsidenten. "Bei der Antwort schlägt meine Ausbildung als Maschinenbauer durch", sagte Günther Irlbacher. "Wir sind nicht nur innovativ in der Glasanwendung der Zukunft, bei der kapazitiven Sensortechnik oder im LED-Bereich, wir schafften es, in einem halben Jahr sechs hochtechnische Maschinen im eigenen Maschinenbau für unsere Spezialproduktionen herzustellen."

Treu zum Standort

Damit war auch die Frage nach der Produktion im Ausland beantwortet. "Solche Technologie lässt sich nur hier an unserem Schönseer Standort mit unseren hervorragenden Mitarbeitern entwickeln. Verlagerungen sind für uns keine Alternative", unterstrich Günther Irlbacher die Firmenphilosophie. (Seite 17)
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