Verjüngung des Waldes auch im Schutz der Altbäume möglich - Praktische Tipps für Waldbesitzer
Es muss nicht immer Kahlschlag sein

Bei trübem Herbstwetter informierte Förster Michael Forster (rechts) vom Forstrevier Schönsee über die Möglichkeiten zur Verjüngung eines Waldes. Unter alten Fichten kann bei einem gezielten Eingriff ein gesunder Mischwald heranwachsen. Bild: gl
Lokales
Schönsee
16.10.2015
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Zur Verjüngung der in der Region vorherrschenden Fichtenwälder sind keinesfalls Kahlschläge erforderlich. Junge, gesunde Bäume können auch im Schutze älterer Exemplare heranwachsen. Davon überzeugte Revierleiter Michael Forster vom Forstrevier Schönsee und dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schwandorf interessierte Waldbesitzer bei einem Ortstermin im Bereich Buchenberg. Das Areal gehört zum Schönseer Stadtwald.

Die Begehung begann bei diesigem Herbstwetter vor einer nicht idealen Neubepflanzung nach einem Kahlschlag: Die Kulturpflanzen wurden von unerwünschtem Grün überwuchert. Danach wurde aufgezeigt, wie man eine Naturverjüngung im Schutz der Altbäume erreichen kann. Dabei sollte gezielt geplant werden, wo und wann aus den Samen kleine Bäumchen werden könnten. Auch wurde das weitere Vorgehen bis zur gesicherten Verjüngung besprochen. Der Förster empfahl als Ergänzung Bäume wie Buche, Tanne und Douglasie. Anhand gelungener Beispiele im Wald der Stadt Schönsee konnten sich die Teilnehmer anschließend davon selbst ein Bild machen. Revierleiter Forster verwies noch auf die mögliche Unterstützung durch finanzielle Förderprogramme. Er informierte die Waldbesitzer außerdem darüber, dass sie bei ihm kostenlos Rat für viele waldbauliche Maßnahmen einholen können.
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