Versammlung des Ortsverbandes der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
Bei Rente viele Irritationen

Branchensekretär Herbert Allert von der IG Bauen-Agrar-Umwelt bei seinen Ausführungen beim Ortsverband Schönsee/Stadlern. Bild: gl
Lokales
Schönsee
10.01.2015
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Bei der Versammlung des Ortsverbandes Schönsee/Stadlern der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (BAU) im Gasthof Haberl standen neben den örtlichen Berichten aktuelle sozialpolitische Themen wie die Tarifrunde 2014/2015, die Rente mit 63 und der Mindestlohn im Mittelpunkt. Darüber informierte Branchensekretär Herbert Allert vom Kreisverband.

Ortsvorsitzender Rudolf Horn begrüßte unter den Berufskollegen besonders Herbert Allert als fachkundigen Referenten, aber auch seinen Stellvertreter Josef Bauer. Beim Totengedenken nannte er besonders Johann Roiger (Stadlern) und Josef Berr (Gaisthal), während er auch auf die Gratulationen von Mitgliedern zu markanten Geburtstagen zwischen 65 und 85 verwies.

Bei einer Veranstaltung in Klardorf wurde Gottfried Schmid für 40 sowie Johann Schiener und Rudolf Stark für 40 Mitgliedsjahre geehrt. Zusammen mit dem Ortsverband Oberviechtach wurden Ausflugsfahrten zum Tegernsee und Wallberg sowie nach Bamberg organisiert, während eine Fahrt in den Harz wegen zu geringer Beteiligung entfallen musste.

Branchensekretär Herbert Allert ging zunächst auf die Tarifvereinbarungen ein, von denen er persönlich mehr erwartete, insbesondere hinsichtlich der Rahmenbedingungen für Auszubildende und jüngere Kollegen. Die Regularien bei vielen auswärtigen Arbeitseinsätzen seien nicht optimal. Es gebe Vereinbarungen, die aber in die Tarifvereinbarungen gehören. Auch würde der Tariflohn nicht immer eingehalten, weshalb eine Gewerkschaftsmitgliedschaft wichtig sei.

Bei der Rente mit 63 gebe es viele Irritationen, besonders hinsichtlich der stufenweisen Anhebung für einen Renteneintritt. Entsprechende Informationen zur persönlichen Situation seien zu empfehlen. Auch zur Einführung des Mindestarbeitslohnes, seiner Steigerung und die jeweiligen Unterschiede gebe es viel Informationsbedarf. In der Arbeitsmarktsituation gäbe es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Im Oktober wurden 58 039 arbeitslose Bauarbeiter gemeldet, 1220 weniger wie im Monat zuvor.

Seit Oktober 2013 ging die Zahl der arbeitslosen Bauarbeiter in Westdeutschland um 1,4 Prozent und Ostdeutschland um 11,7 Prozent zurück. Bei der anschließenden Aussprache beantwortete Herbert Allert viele Fragen und klärte Sachverhalte auf. Er empfahl neben einem Beitritt zur Gewerkschaft auch die Möglichkeit zu Informationen, wozu er unter 0175/5667219 zur Verfügung stehe.
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