Viel Grün und sehr lebendig

Die Kommission notierte beim Spaziergang durch das Dorf ihre Eindrücke. Auch viele Gaisthaler waren mit dabei. Bild: frd
Lokales
Schönsee
28.06.2015
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"Ihr seid ein zähes Volk mit einem grünen Daumen und ihr wollt es wissen", lautete das Kompliment von Ministerialrat Günter Knüppel. Die Bewertungskommission im Landesentscheid "Unser Dorf hat Zukunft" sparte nicht mit Lob. Ob dieses reicht, hören die Gaisthaler am 6. Juli.

Herausgeputzt präsentierte sich Gaisthal am Freitagnachmittag, als die Landesbewertungskommission bei der Dorfkirche aus dem Bus stieg. Ziel war es, den Landkreis- und Bezirkssieger beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" mit fachkundigen Augen unter die Lupe zu nehmen, aber auch um Hilfestellungen für weitere Möglichkeiten der Fortentwicklung des schmucken Dorfes am Fuße des Frauensteins zu geben.

Dritter Bürgermeister Josef Höcherl stellte Gaisthal mit seinen 200 Bewohnern, 80 Anwesen und all seinen Vorzügen der Kommission vor. Auch der stellvertretende Landrat Jakob Scharf zeigte seine Freude darüber, dass es Gaisthal bis in den Landesentscheid geschafft hat. Er skizzierte in groben Zügen den Landkreis Schwandorf und wünschte Gaisthal bei diesem Wettbewerb viel Erfolg.

Nachdem sich Kommissionsleiter Knüppel und das Begehungsteam vorgestellt hatten, brannten die Mitglieder des Gartenbauvereins Gaisthal-Rackenthal mit ihrem Vorsitzenden Audi Lurbiecki ein wahres "Vorstellungs-Feuerwerk" ab. Die Kommission ließ sich gerne von der Begeisterung der Gaisthaler für den eigenen Ort anstecken, ist es doch genau das, was dieser Wettbewerb bezwecken soll.

Viele Details

Bei einem Rundgang war vor allen Dingen auch in kleinen Details zu sehen, dass sich die Dorfgemeinschaft gründlich und bereits über Jahre hinweg vorbereitet hat, wobei das höherwertige Ziel sein dürfte, in einem Dorf zu wohnen, das andere bewundern und sich wohlzufühlen. Was nicht gezeigt werden konnte, wurde in Bildtafel dargestellt und erläutert. Die Kommission staunte nicht schlecht über die jährliche Dorfverschönerungs-Aktion der Kinder in der "Ach-Kurve" und darüber, dass aus einem ehemals unansehnlichen Stromverteiler ein schmuckes Insektenhotel geworden ist. Begeistert war die Kommission auch von der Grüngestaltung des schönsten Friedhofs im Landkreis Schwandorf. Anschließend ging es mit Fahrrädern auf dem Bayerisch-böhmischen Freundschaftsradweg zum ehemaligen Gaisthaler Bahnhof.

Hier begrüßte auch Bürgermeisterin Birgit Höcherl die Gäste und zeigte sich vom "herrlichen Gaisthal" und seinen fleißigen Bürgern begeistert. Nachdem Kinder und Erwachsene mit Musik und Gesang bekannt hatten, dass die "Goistholer und Randoler ein vogelwildes Volk" sind, trafen die Sprecher der einzelnen Bewertungsbereiche erste Feststellungen, die sich durchwegs sehr positiv anhörten. Lob gab es unter anderem für die Biotop-Verbunde, die Beschilderung des Radwanderweges, für den ehemaligen Bahnhof und die regionale Wertschöpfung sowie das ausgeprägte Gefühl für das Grün im ganzen Dorf. "Sie lieben ihren Ort, das ist ihr Programm", war nur eines der Komplimente.

"Sieg" für Gemeinschaft

Auch der Vorsitzende des Kreisgartenamtes, Altlandrat Volker Liedtke war von dem, was er gesehen hatte, hell begeistert und zollte den Gaisthalern und vor allen Dingen Audi Lurbiecki seine Anerkennung. Mit der Begeisterung für ihren Heimatort, mit dieser gut funktionierenden Dorfgemeinschaft und mit dem, was schon bisher erreicht worden ist, dürfen sich die Gaisthaler in jedem Fall als Sieger fühlen. Das Ergebnis des Landesentscheides wird am 6. Juli bekannt gegeben.
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